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SSH Zugang im Webhosting Paket: Zugriff via SSH auf den Webspace

Eine Anleitung sagt Ihnen, Sie sollen sich per SSH mit dem Server verbinden. Dort geben Sie dann einen Befehl ein. Sie suchen in Plesk nach einem Terminal und finden keines. Der SSH Zugang im Webhosting Paket ist tatsächlich nicht vorgesehen. Das hat allerdings einen Grund, und es kostet Sie nichts.

Die kurze Antwort: Einen allgemeinen Zugang über die Kommandozeile gibt es im Webhosting nicht. Für die Aufgaben, für die man sonst eine Shell öffnet, bringt Plesk jedoch eigene Oberflächen mit. Diese decken mehr ab, als man erwartet.

Inhaltsverzeichnis

Wo der SSH Zugang im Webhosting Paket bei Ihrer Domain steht

Sie müssen das nicht raten, denn es steht in Ihrer Verwaltung. Öffnen Sie zunächst zu Ihrer Domain die Hosting-Einstellungen. Dort finden Sie bei den Webspace-Einstellungen den Abschnitt SSH-Zugriff, gleich neben dem Systembenutzer und der IP-Adresse.

Im geprüften Paket steht dort Verboten. Plesk nennt den Grund an derselben Stelle:

Zugriff via FTP ist immer aktiviert, Zugriff über SSH oder Remotedesktop jedoch nur, wenn die Berechtigung gegeben wird.

SSH ist ein Netzwerkprotokoll für den Fernzugriff auf einen Server. Dieses Protokoll öffnet eine Sitzung, so als säßen Sie vor dem Gerät. Auf der Gegenseite muss dafür ein SSH-Server laufen, zu dem Sie zugelassen sind. Wo die Berechtigung fehlt, steht dieser Weg nicht offen. Damit fehlt auch die Shell auf dem Server. Ein SSH-Login scheitert also unabhängig davon, welches Passwort Sie eingeben.

Bei Webhosting-Paketen entscheidet der Anbieter darüber, und andere Webhoster halten das unterschiedlich. Zum Umfang des Webhostings gehört der Zugang hier jedenfalls nicht. Auf einem Root-Server sieht es hingegen anders aus, dort gehört der Zugang zum Leistungsumfang. Wie Sie ihn dann gegen fremde Anmeldeversuche absichern, steht in Absicherung des SSH-Zugangs auf dem Root-Server.

Was im Hosting statt der Kommandozeile bereitsteht

Verbreitet ist die Annahme, ohne Shell sei man auf das Hochladen von Dateien beschränkt. Das trifft für Plesk nicht zu. Für die typischen Befehle einer Anleitung gibt es nämlich fertige Oberflächen:

WerkzeugWo es liegtWofür
WP-CLIWP ToolkitBefehle für WordPress
ArtisanLaravel ToolkitAufgaben für Laravel
ComposerLaravel Toolkit und DashboardAbhängigkeiten verwalten
Node.jsLaravel ToolkitPakete und Skripte
GitDashboardBereitstellung samt Befehlen danach

Der letzte Punkt ist der bemerkenswerteste. Zu einem Git-Repository lassen sich zusätzliche Bereitstellungsaktionen hinterlegen. Das sind Befehle, die bei jeder Bereitstellung laufen. Wer eine Anwendung nach dem Hochladen konfigurieren muss, hinterlegt die nötige Konfiguration dort ein einziges Mal.

Welche Werkzeuge bei Ihnen erscheinen, hängt davon ab, was installiert ist. WP-CLI gehört zur WordPress-Installation, Artisan zur Laravel-Anwendung. Fehlt WordPress, gibt es folglich kein WP-CLI.

Ohne Secure Shell auf Dateien und Datenbank zugreifen

Wonach Kunden am häufigsten fragen, hat in Plesk einen eigenen Weg:

  • Dateien verwalten. Der Dateimanager legt an, benennt um, verschiebt und löscht. Zudem bringt er einen Editor mit, in dem Sie eine Datei direkt im Browser bearbeiten. Wer sonst mit nano oder vim arbeitet, findet hier das Gegenstück. Wie eine Datei sauber verschwindet, steht in Datei im Webspace löschen.
  • Ein Archiv entpacken. Eine hochgeladene ZIP-Datei packt der Dateimanager in das Verzeichnis Ihrer Wahl aus. Ein Verzeichnis anlegen, umbenennen oder verschieben geht im selben Fenster.
  • In die Datenbank sehen. phpMyAdmin öffnet sich aus Plesk heraus, ohne dass Sie Zugangsdaten eintippen. Der Weg dorthin steht in Datenbank in Plesk ansehen.
  • Rechte setzen. Ebenso ändern Sie die Berechtigungen einer Datei im Dateimanager, siehe Dateirechte in Plesk ändern.
  • Sichern und zurückholen. Der Backup-Manager erledigt beides, siehe Backup in Plesk erstellen.

Dazu kommen Einstellungen, die anderswo eine Konfigurationsdatei verlangen. Die PHP-Version beispielsweise stellen Sie mit einem Auswahlfeld um, nicht mit einem Befehl. Warum diese Einstellung wichtig ist, erklärt Warum ist die PHP Version wichtig.

Für die allermeisten Aufgaben eines Webhosting-Pakets reicht das vollständig aus.

Zugriff via SSH freischalten lassen: der Weg über den Support

Bleibt eine Aufgabe übrig, die keines der Werkzeuge löst, fragen Sie beim Support nach. Die Berechtigung wird vergeben, nicht umgangen. Basteln Sie also keinen Weg über ein Skript, das Befehle ausführt. Das schafft ein Sicherheitsproblem und löst Ihres nicht.

Schreiben Sie dazu, wofür Sie den Zugang brauchen. Häufig lässt sich die Aufgabe nämlich mit einem der Werkzeuge oben erledigen. Dann steht die Antwort schneller da als jede Freischaltung. Und wenn nicht, weiß der Support gleich, worum es geht.

Für dauerhafte Arbeit auf der Kommandozeile ist ohnehin ein Root-Server das passende Produkt. Dort legen Sie Benutzername, Authentifizierung und die SSH-Keys selbst fest.

Wenn eine Anleitung eine SSH-Verbindung verlangt

Die meisten Fragen zu diesem Thema entstehen an einer fremden Anleitung. Sie beschreibt einen Schritt, den es hier so nicht gibt. Drei Fälle kommen dabei immer wieder vor.

Das FTP-Programm bietet SFTP an, und es klappt nicht

SFTP ist eine Dateiübertragung über das SSH-Protokoll, und scp (Secure Copy) läuft ebenfalls via SSH. Ohne die Berechtigung greift deshalb beides nicht. Nehmen Sie stattdessen FTP über TLS. Diese verschlüsselte Verbindung ist in Ihrem Paket ausdrücklich vorgesehen. Als Host tragen Sie den Servernamen ein. Welcher Hostname das ist und welches Passwort dazugehört, sagen Ihnen die Zugangsdaten. Was zu tun ist, wenn es trotzdem nicht klappt, steht in FTP-Verbindung klappt nicht.

Die Anleitung nennt einen Befehl für das Terminal

Prüfen Sie zuerst, ob es dafür ein Werkzeug in Plesk gibt. Bei WordPress ist WP-CLI meist die Antwort. Für Aktualisierungen brauchen Sie allerdings nicht einmal das. Plugins und Themes bringt das WP Toolkit auf Knopfdruck auf den Stand, siehe WordPress Plugins in Plesk aktualisieren. Auch die Installation selbst läuft ohne Befehl, siehe WordPress in Plesk installieren.

Ein SSH-Client ist installiert, aber es passiert nichts

Unter Linux und macOS ist OpenSSH bereits Teil des Betriebssystems. Unter Windows nutzen viele PuTTY oder die Eingabeaufforderung. Für Ihr Paket brauchen Sie jedoch keines dieser Programme. Bleibt die Verbindung ohne Antwort, liegt das an der fehlenden Berechtigung. An Ihrer Einrichtung liegt es nicht.

Warum Hosting-Pakete ohne Secure Shell auskommen

Ein Zugang mit vollem Zugriff auf Ihre Daten ist kein Komfortmerkmal, sondern ein Risiko. Ein solcher Benutzer gehört dorthin, wo er gebraucht wird, weil er ständig Pflege braucht. Wo er gar nicht erst offensteht, hat das Paket somit eine Angriffsfläche weniger.

Der zweite Grund steht hinter allen Werkzeugen dieses Artikels: Sie arbeiten in Ihrem Webspace, nicht auf dem ganzen Server. Genau deshalb kommen sie ohne die Berechtigung aus, die eine Shell bräuchte. Sie bekommen also die Befehle Ihrer Anwendung. Die riskanten bleiben außen vor.

Sobald Sie an einer Stelle nicht weiterkommen, melden Sie sich beim Support. Wie Sie in die Verwaltung gelangen, steht in Plesk anmelden.


Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 26.08.2026

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