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Warum ist die PHP Version wichtig, und wann muss ich aktualisieren?
In Plesk steht bei Ihrer Domain eine Kachel mit der Aufschrift PHP und einer Nummer darunter, etwa Version 8.4.24. Wer noch nie damit zu tun hatte, fragt sich zu Recht: Warum ist die PHP Version wichtig, und muss ich mich überhaupt darum kümmern?
Die kurze Antwort: PHP ist das Programm, das Ihre Website bei jedem Aufruf neu zusammenbaut. Sie entscheidet über Sicherheit, Tempo und darüber, ob Ihre Software überhaupt läuft. In den meisten Fällen ist die voreingestellte Fassung die richtige, und Sie müssen nichts tun.
PHP ist eine Programmiersprache, genauer eine Skriptsprache, und sie läuft auf dem Server und nicht im Browser Ihrer Besucher. Sie macht Ihre Website dynamisch. Eine reine HTML-Seite liegt fertig auf dem Server und wird ausgeliefert, wie sie ist. Bei einer Website mit WordPress, Joomla oder einem Shop ist das anders. Sie ist dynamisch und entsteht bei jedem Aufruf neu:
Ein Besucher ruft eine Adresse auf.
PHP startet, liest Ihre Inhalte aus der Datenbank und setzt die Seite zusammen.
Das fertige Ergebnis geht an den Browser.
Deshalb hängen Website, PHP und Datenbank zusammen. Fällt PHP aus, sehen Besucher eine Fehlermeldung oder eine weiße Seite, obwohl alle Dateien noch unverändert auf dem Server liegen.
Warum ist die PHP Version wichtig?
PHP wird laufend weiterentwickelt. Jede Hauptfassung wird einige Jahre gepflegt, danach wird sie nicht mehr unterstützt und gilt als veraltet. Genau daraus ergeben sich drei Gründe, auf die Fassung zu achten:
Grund
Was dahintersteckt
Sicherheit
Alte PHP-Versionen bekommen keine Korrekturen mehr. Bekannte Sicherheitslücken bleiben offen.
Tempo
Neuere PHP-Versionen arbeiten spürbar schneller, die Seite lädt zügiger.
Verträglichkeit
Software verlangt eine Mindestfassung. Ältere Software verträgt eine ganz neue manchmal nicht.
Die Sicherheit ist dabei der Grund, der am schwersten wiegt. Tempo und Verträglichkeit merken Sie im Alltag, eine offene Sicherheitslücke dagegen erst dann, wenn es zu spät ist.
Veraltete PHP-Versionen bekommen keine Sicherheitsupdates
Erreicht eine Fassung das Ende ihres Produktzyklus, stellt das PHP-Team die Pflege ein. Ab diesem Zeitpunkt erscheinen keine Updates mehr, auch keine für Lücken, die längst öffentlich bekannt sind. PHP 5.6 und PHP 7.4 etwa bekommen seit Jahren keine Sicherheitsupdates. Weil PHP so verbreitet ist, sind gerade solche Lücken für Hacker leicht zu finden und automatisiert auszunutzen.
Plesk sagt das an der passenden Stelle selbst und deutlich: Eine Fassung, die das Ende des Produktzyklus erreicht hat und für die das PHP-Team keinen Support mehr anbietet, ist ein Sicherheitsrisiko für Ihre Website. Diese Warnung erscheint von allein, sobald es soweit ist. Sie müssen also keinen Kalender führen, um zu wissen, ob Ihre Fassung noch aktuell ist.
Welche PHP-Version läuft bei mir?
Öffnen Sie Websites & Domains und dort Ihre Domain. In der Gruppe Entwicklertools steht die Kachel PHP, und darunter die Fassung, die aktuell läuft:
Im geprüften Paket lief PHP 8.4.24 als FastCGI-Anwendung, also eine aktuelle Fassung. Ein Klick auf die Kachel führt zu den Einstellungen, dort steht dieselbe Angabe noch einmal ausführlich.
Wichtig dabei: Die Fassung gilt je Domain, nicht für das ganze Paket. Ihre Subdomain kann eine andere PHP-Version verwenden als Ihre Hauptdomain, und beim Hosting mehrerer Websites hat jede ihre eigene.
Was die Versionsnummer bedeutet
Eine Angabe wie 8.4.24 besteht aus drei Teilen, und die sagen Unterschiedliches darüber aus, wie riskant ein Wechsel ist:
Teil
Bedeutung
8
die Hauptfassung. Ein Sprung hier kann Software brechen.
4
die Nebenfassung. Meistens unproblematisch, gelegentlich gibt es Änderungen.
24
die Wartungsfassung. Nur Korrekturen, immer unbedenklich.
Ein Sprung von PHP 7 auf PHP 8 ist deshalb etwas anderes als der Schritt von 8.3 auf 8.4. Für den ersten Fall gehören eine Sicherung und ein Test dazu, für den zweiten reicht ein Blick auf die Website danach.
WordPress, Joomla und TYPO3: was die Software verlangt
Jedes Content-Management-System, kurz CMS, nennt in seinen Systemvoraussetzungen, mit welchen PHP-Versionen es zusammenarbeitet. Die Entwickler schreiben dort auf, was sie geprüft haben. Auf PHP basieren WordPress, Joomla, TYPO3 und Drupal, und alle nennen dort eine Mindestfassung, oft auch eine empfohlene.
Bei WordPress kommt eine zweite Ebene dazu: Nicht nur der Kern muss mit der PHP-Version kompatibel sein, sondern auch Themes und Plugins. Gerade selten gepflegte Plugins hinken bei der Kompatibilität hinterher. Es ist deshalb ratsam, Themes und Plugins auf den neuesten Stand zu bringen, bevor Sie an der PHP-Version drehen, nicht danach.
Welche Fassung Ihre Software braucht, steht also in ihrer eigenen Dokumentation und nicht in Plesk. Plesk zeigt nur, was läuft.
Muss ich meine PHP-Version aktualisieren?
Meistens nicht. Aktuell ist bei uns eine gepflegte Fassung voreingestellt, und solange Ihre Website läuft und keine Warnung erscheint, gibt es keinen Anlass. Ein PHP-Update ist kein Selbstzweck.
Sehen Sie dagegen hin, wenn einer dieser drei Fälle eintritt:
Eine Software verlangt bei der Installation oder beim Update eine bestimmte Fassung.
Ihre Website zeigt nach einem Update plötzlich Fehler.
Sie haben eine ältere Seite von einem anderen Server übernommen, die noch auf einer alten Fassung lief.
Wird es doch einmal Zeit für eine neue PHP-Version, ist die Aktualisierung schnell erledigt: Wie Sie die PHP-Version umstellen und was dabei zu beachten ist, steht in der Anleitung zur PHP-Version in Plesk. Legen Sie vorher eine Sicherung an, dann ist der Schritt gefahrlos.
Diese PHP-Einstellungen sind festgelegt
Die Einstellungen von PHP sind in diesem Paket festgelegt. Werte wie memory_limit oder max_execution_time stehen auf der Seite als reiner Text, es gibt dafür keine Eingabefelder. Für einige dieser Werte führt ein Umweg über eine eigene Datei im Webspace.
Fehlermeldungen von PHP sehen Ihre Besucher übrigens nicht: display_errors steht auf off, und das ist richtig so. Eine Fehlermeldung verrät sonst Pfade und Dateinamen. Wo die Meldungen stattdessen landen, steht in der Anleitung zum Fehler 500.
Wenn nach dem Wechsel etwas nicht mehr geht
Drei Fälle kommen dabei am häufigsten vor.
#Die Seite ist nach dem Wechsel weiß oder zeigt einen Fehler
Stellen Sie zunächst die vorherige Fassung wieder ein. Der Wechsel ist umkehrbar, und die Seite ist damit sofort wieder da. Danach klären Sie in Ruhe, welches Plugin oder welches Skript die neue Fassung nicht verträgt.
Das liegt jedoch nicht an PHP. PHP baut die Seite, die Datenbank hält die Inhalte, und eine fehlende Verbindung betrifft die Zugangsdaten in der Konfigurationsdatei. Was in der Datenbank steht und wie Sie hineinsehen, zeigt die Anleitung zur Datenbank in Plesk.