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500 Internal Server Error: HTTP 500 interner Serverfehler beheben
Die Seite bleibt weiß, oder im Browser steht 500 Internal Server Error. Was jetzt hilft: HTTP 500 interner Serverfehler beheben heißt zuerst, die eigentliche Fehlermeldung zu finden. Die steht nämlich nicht im Browser, sondern im Protokoll Ihrer Website, und das lesen Sie in Plesk ohne FTP-Programm.
Der HTTP-Statuscode 500 sagt nur, dass der Server die Anfrage nicht beantworten konnte, nicht warum. Je nach Browser lauten die Fehlermeldungen 500 Internal Server Error, HTTP Error 500, Interner Serverfehler oder Es ist ein Fehler aufgetreten. Gemeint ist immer derselbe Fehlercode.
Wichtig ist die Abgrenzung: Ein Fehler 500 ist kein Fehler des Besuchers und auch keine Sperre. Ihr Server ist erreichbar und nimmt die Anfrage an, nur bricht die Verarbeitung ab, bevor eine Seite entsteht. In aller Regel ist ein PHP-Skript daran schuld, seltener eine Regel in der .htaccess.
Warum die Seite weiß bleibt
PHP ist auf dem Server so eingestellt, dass Fehler dem Besucher nicht angezeigt, sondern mitgeschrieben werden. Das ist richtig so: Eine Fehlermeldung auf der Seite verrät Fremden Dateipfade, Verzeichnisse und Versionsnummern. Die Meldung ist also nicht verloren, sie steht nur woanders.
Genau deshalb führt der Weg über das Protokoll. Wer stattdessen rät und Dateien austauscht, sucht im Dunkeln.
Schritt 1: Die Protokolle Ihrer Website öffnen
Melden Sie sich in Plesk an und gehen Sie zu Websites & Domains. Öffnen Sie Ihre Domain und bleiben Sie auf der Registerkarte Dashboard. Suchen Sie dort die Kachelgruppe Entwicklertools.
Sie landen auf der Protokollseite Ihrer Domain. Die Tabelle zeigt die neuesten Einträge zuerst.
Vier Spalten tragen die Antwort:
Datum: der Zeitpunkt des Eintrags, in Serverzeit.
Typ: die Schwere, etwa Warning oder Error.
Nachricht: die eigentliche Meldung, meist mit Dateiname und Zeilennummer.
Quelle: aus welchem Protokoll der Eintrag stammt.
So gehen Sie am schnellsten vor: Rufen Sie Ihre Website in einem zweiten Browserfenster auf, damit der Fehler frisch entsteht. Klicken Sie danach in Plesk auf Aktualisieren. Der oberste Eintrag mit der passenden Uhrzeit ist Ihrer. Über Echtzeitaktualisierung starten laufen neue Zeilen von selbst ein.
Schritt 3: Auf die Fehlerprotokolle einschränken
Oben rechts steht das Auswahlfeld Alle Protokolle. Klappen Sie es auf, dann sehen Sie, woher die Zeilen kommen.
Sechs Protokolle stehen zur Auswahl, und zunächst sind alle angehakt. Der Server schreibt je Webserver ein eigenes: Apache-Fehler und nginx-Fehler sind Ihr Ziel, dort stehen die Fehlermeldungen. Die vier Zugriffsprotokolle halten nur fest, wer wann welche Seite geholt hat, und sie machen den größten Teil der Zeilen aus.
Nehmen Sie deshalb die Häkchen bei allen Einträgen mit Zugriff heraus. Die Liste wird schlagartig übersichtlich. Darunter filtern Sie zusätzlich nach Zeitraum, IP, Code oder einem Wort in der Nachricht.
Wenn im Protokoll nichts steht: die Fehleranzeige von PHP
Dann hat PHP den Fehler abgefangen, bevor der Webserver ihn zu sehen bekam. Sehen Sie in die Einstellungen: Websites & Domains, Ihre Domain, Kachel PHP, dann nach unten zu Allgemeine Einstellungen.
display_errors steht auf off: Fehler erscheinen nicht auf der Seite.
log_errors steht auf on: Fehler werden mitgeschrieben.
error_reporting steht auf E_ALL & ~E_NOTICE & ~E_DEPRECATED: alles außer Hinweisen und veralteten Funktionen.
Sie können display_errors vorübergehend auf on stellen und sich die Fehler damit direkt anzeigen lassen, mit Dateiname und Zeile. Bei einem hartnäckigen Fall ist das der schnellste Weg.
Deaktivieren Sie die Anzeige danach wieder. Solange die Anzeige eingeschaltet ist, sieht jeder Besucher Ihre Dateipfade, Ihre Verzeichnisstruktur und die Namen Ihrer Skripte. Genau diese Angaben werden für einen Angriff gebraucht.
Steht bei error_reporting etwas sehr Enges, werden die interessanten Meldungen möglicherweise gar nicht erst geschrieben. E_ALL schreibt alles mit. Welche PHP-Fassung überhaupt läuft und wie Sie sie wechseln, steht im Beitrag PHP-Version in Plesk umstellen.
HTTP 500 interner Serverfehler beheben in WordPress
Für WordPress gibt es einen zweiten, eigenen Weg. Öffnen Sie links WordPress und in der Karte Ihrer Installation die Schaltfläche Protokolle.
Hier stehen die Ereignisse, die das WP Toolkit selbst mitschreibt, mit Schweregrad, Ereignis und Akteur. Rechts in der Werkzeugleiste wählen Sie über den Eintrag mit dem Dateinamen eine andere Protokolldatei aus, voreingestellt ist action-logs.log.
Reicht das nicht, lässt sich WordPress selbst zum Mitschreiben bringen. Der Server hält dann jede Meldung fest, die sonst niemand sieht. Klicken Sie in der Karte neben Debugging auf das Reglersymbol.
Für die Fehlersuche brauchen Sie WP_DEBUG zusammen mit WP_DEBUG_LOG. Die Meldungen landen dann in der Datei debug.log im Verzeichnis wp-content. WP_DEBUG_DISPLAY ist im Fenster mit angehakt und schreibt sie stattdessen mitten in die Seite. Auf einer öffentlichen Website wollen Sie das nicht, nehmen Sie das Häkchen also heraus.
Plesk warnt an dieser Stelle selbst: Diese Schalter sind für Entwicklungs- und Testinstallationen gedacht. Schalten Sie sie nach der Fehlersuche wieder ab.
Mögliche Ursachen für den Internal Server Error
Fünf Ursachen decken die allermeisten Fälle ab, die bei uns im Support ankommen, und bei jeder steht der Weg zur Behebung daneben.
Benennen Sie die Datei versuchsweise um, etwa in .htaccess_aus. Ist die Seite danach da, lag es an einer Regel darin. Der Server meldet eine unbekannte Anweisung mit 500, weil er die Datei nicht anders quittieren kann.
Vergeben Sie für Verzeichnisse und Dateien die üblichen Werte, nicht mehr. Zu weite Rechte lehnt der Server aus Sicherheitsgründen ab, ein Skript, das für alle schreibbar ist, wird gar nicht erst ausgeführt. Umgekehrt kann er bei zu engen Rechten nicht auf die Datei zugreifen. Im Protokoll steht dann meist Permission denied.
Legen Sie zuerst eine Sicherung an. Schalten Sie dann in WordPress alle Plugins ab: Ist die Seite wieder da, liegt es an einem davon. Danach kommen sie einzeln zurück, und Sie rufen die Seite nach jedem Schritt auf. Das Plugin, bei dem der Fehler zurückkommt, ist das schuldige. Bleibt der Fehler auch ohne Plugins, wechseln Sie testweise auf ein Standard-Theme. Wie Sie Erweiterungen sauber aktualisieren, steht im Beitrag WordPress Plugins in Plesk aktualisieren.
Kommt der Fehler unmittelbar nach einer Umstellung, stellen Sie zuerst die alte Fassung zurück. Die Seite läuft dann sofort wieder, und Sie suchen in Ruhe weiter. Ältere Skripte vertragen neue PHP-Fassungen nicht immer.
Die Rohdateien für den Support
Brauchen Sie das Protokoll vollständig oder als Datei, klicken Sie links auf Dateien und wechseln ins Basisverzeichnis. Dort liegt der Ordner logs mit access_log, access_ssl_log, error_log, proxy_access_log, proxy_access_ssl_log und proxy_error_log. Jede Subdomain hat darin einen eigenen Unterordner. error_log ist die Datei mit den Fehlern.
Wenn Sie nicht weiterkommen, geben Sie dem Support die Zeile mitsamt Zeitstempel weiter. Damit ist eine Anfrage in Minuten geklärt statt in Tagen.
Dann gab es im gewählten Zeitraum keinen Eintrag. Setzen Sie den Zeitfilter zurück und rufen Sie Ihre Website noch einmal auf, damit ein frischer entsteht.
Warnungen über ein Serverzertifikat, das keinen passenden Namen enthält, betreffen SSL und haben mit einem Fehler 500 nichts zu tun. Filtern Sie nach dem Zeitpunkt, an dem Sie die Seite aufgerufen haben.
Die Zeitangaben im Protokoll sind Serverzeit, eine abweichende eigene Uhr führt an die falsche Stelle. Wie viel Platz die Protokolle belegen, sehen Sie unter Statistiken bei Verbrauch nach Services in der Zeile Protokolle; über Protokollrotation stellen Sie ein, wie lange sie aufgehoben werden.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 13.08.2026
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