Navigation
 



FAQ / HILFE Seite von HosterPLUS.de

Sie befinden sich hier: FAQ / Video Anleitungen zum Hosting

Dieser Artikel soll den Umgang mit den Webhosting bzw. Root Server Angeboten von Hosterplus.de erleichtern. Wenn Sie noch kein Angebot von Hosterplus.de nutzen, können Sie dies hier bestellen.


Backup in Plesk erstellen: Backup-Manager und WP Toolkit

Ein Update, ein neues Plugin, eine Änderung an der Konfiguration: Vorher eine Sicherung anzulegen dauert eine Minute und erspart im Ernstfall einen ganzen Abend. Ein Backup in Plesk erstellen können Sie auf zwei Wegen, einmal für das ganze Paket und einmal für eine einzelne WordPress-Installation.

Inhaltsverzeichnis

Video-Anleitung

Das Video zeigt den Ablauf im Stand von 2015. Was sich seitdem geändert hat, steht direkt darunter.

Wichtig zum Video: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2015 und zeigt eine ältere Plesk-Oberfläche. Den Menüpunkt Account mit der Schaltfläche Webseites sichern und das Auswahlfeld Weitere Aktionen gibt es so nicht mehr. Der Weg führt heute über Websites & Domains zu Ihrer Domain und dort auf Backup und Wiederherstellen, der Zeitplan ist eine eigene Schaltfläche. Folgen Sie deshalb der bebilderten Anleitung darunter, sie zeigt die aktuelle Oberfläche.

Zwei Wege, und sie sichern nicht dasselbe

Bevor Sie loslegen, lohnt der Blick auf den Unterschied. Beide Wege heißen in Plesk Backup, sie umfassen aber Verschiedenes.

Weg Sichert Gut für
Backup-Manager unter Websites & Domains das ganze Paket: Einstellungen, Dateien, Datenbanken und E-Mail-Nachrichten jede größere Änderung
Sichern/Wiederherstellen im WP Toolkit nur diese eine WordPress-Installation ein Plugin- oder Theme-Update

Für das Update einer einzelnen WordPress-Seite reicht der zweite Weg, und er ist schneller. Vor allem anderen nehmen Sie den ersten.

Weg 1: Ein Backup in Plesk erstellen, manuell im Backup-Manager

Gehen Sie zu Websites & Domains, öffnen Sie Ihre Domain und klicken Sie in der Gruppe Dateien und Datenbanken auf Backup und Wiederherstellen. In der Werkzeugleiste stehen dort Backup erstellen, Hochladen, Entfernen, Zeitplan und Einstellungen für den Remote-Speicher. Ein Klick auf Backup erstellen öffnet das Formular.

Abschnitt Backup-Inhalt mit den Häkchen Konfiguration, E-Mail-Nachrichten, Benutzerdateien und Datenbanken, dem Ziel Serverspeicher und der Auswahl Vollständig oder Inkrementell

Im Block Backup-Inhalt stehen vier Häkchen, alle gesetzt: Konfiguration, E-Mail-Nachrichten, Benutzerdateien und Datenbanken. Die Konfiguration ist fest eingeschaltet, die anderen drei können Sie abwählen. Für einen Rückfallpunkt lassen Sie alle stehen, sonst fehlt Ihnen später genau der Teil, den Sie brauchen.

Bei Speichern in steht Serverspeicher. Darunter weist Plesk darauf hin, dass sich zusätzlich ein Fernspeicher konfigurieren lässt, um Backups extern in der Cloud abzulegen.

Der Block Typ lohnt einen zweiten Blick, denn hier ist die Voreinstellung nicht die naheliegende Wahl:

  • Inkrementell ist voreingestellt. Plesk erklärt es selbst: „Sichern Sie Web- und E-Mail-Hosting-Daten, die seit dem letzten Backup geändert wurden (Datenbankdaten werden immer vollständig gesichert).“ Inkrementelle Backups gehen schnell und sparen Speicherplatz.
  • Vollständig sichert alles neu.

Vor einer Änderung ist die vollständige Sicherung die einfachere Wahl, weil sie für sich allein steht und nicht auf einer früheren Sicherung aufbaut. Für die tägliche Routine ist inkrementell sinnvoll.

Anmerkungen und Ausschlüsse: die zweite Hälfte des Formulars

Etwas weiter unten im selben Formular steht der Block Backup-Einstellungen. Ein Feld darin entscheidet, ob Sie Ihre Sicherung später wiederfinden.

Abschnitt Backup-Einstellungen mit dem Feld Anmerkungen und der Vorbelegung Gesamte Konfiguration und gesamter Inhalt sowie dem Kästchen Protokolldateien ausschließen

Schreiben Sie etwas in das Feld Anmerkungen, zum Beispiel „vor WordPress-Update 7.0.4“. Die Anmerkung steht später in der Liste, und Sie erkennen sofort, welche Datei Sie suchen. Vorbelegt ist „Gesamte Konfiguration und gesamter Inhalt“, was bei mehreren Sicherungen nicht weiterhilft.

Darunter stehen zwei Ausschlüsse und ein Feld für die Benachrichtigung. Protokolldateien ausschließen spart Platz und schadet nicht, denn das Protokoll Ihres Webservers brauchen Sie in einem Rückfallpunkt nicht. Bestimmte Dateien vom Backup ausschließen brauchen Sie nur, wenn große Dateien im Webspace liegen, die Sie ohnehin woanders haben. In das Feld für die Benachrichtigung tragen Sie eine E-Mail-Adresse ein, dann werden Sie über das Ergebnis benachrichtigt. Klicken Sie anschließend auf OK.

Weg 2: Nur die WordPress-Installation sichern

Für ein Plugin-Update genügt der kleinere Weg. Klicken Sie links auf WordPress und in der Karte Ihrer Installation auf Sichern/Wiederherstellen.

Fenster Sichern und wiederherstellen mit dem Dateispeicherort wordpress-backups und den Schaltflächen Backup erstellen, Aktualisieren und Löschen

Ein Klick auf Backup erstellen genügt. Die Datei landet in Ihrem Webspace unter wordpress-backups, und im selben Fenster spielen Sie sie später wieder ein. Solange dort noch nichts liegt, steht unter den Schaltflächen der Satz „Keine Backupdateien vorhanden, die wiederhergestellt werden können.“.

Das ist der schnellste Weg, die Daten zu sichern, bevor Sie etwas aktualisieren. Er umfasst allerdings nur diese Installation, nicht Ihre Postfächer und nicht Ihre anderen Websites.

Geplantes Backup einstellen und den Zeitplan prüfen

Prüfen Sie einmal nach, was ohne Ihr Zutun läuft. Im Backup-Manager führt die Schaltfläche Zeitplan zu den Einstellungen für das geplante Backup.

Seite Zeitplan mit dem nicht gesetzten Häkchen Diese Backup-Aufgabe aktivieren, der täglichen Ausführung um 16:15 Uhr und dem Häkchen Inkrementelles Backup nutzen

Im geprüften Paket ist das Häkchen Diese Backup-Aufgabe aktivieren nicht gesetzt. Es läuft dort also kein Zeitplan, den der Kunde selbst eingerichtet hätte. Trotzdem liegen dort Sicherungen: In der Spalte Systemhinweise steht bei ihnen „Erstellt von einem Reseller.“ beziehungsweise „Erstellt vom Administrator.“. Der Hoster sichert also im Hintergrund. Verlassen Sie sich darauf trotzdem nicht blind, denn Sie haben keinen Einfluss darauf, wie lange diese Dateien aufgehoben werden.

Wollen Sie regelmäßige Backups nach eigenem Plan, setzen Sie das Häkchen und stellen darunter ein: die Ausführung (im Beispiel Täglich um 16:15, Zeitzone Europe/Berlin), Inkrementelles Backup nutzen und Vollständiges Backup durchführen wöchentlich. Im letzten Feld steht die maximale Anzahl der Dateien, die für vollständige Backups gespeichert werden können. Plesk nennt dazu die Grenze des Anbieters: „Der vom Hosting-Provider angegebene Grenzwert für Serverspeicher ist 14. Ihr Grenzwert darf höchstens 14 sein.“ Ist die Anzahl erreicht, räumt Plesk die älteste Sicherung ab.

Ergebnis prüfen und ein Backup wiederherstellen

Die neue Sicherung erscheint in der Liste mit Erstellungsdatum, Anmerkungen, Systemhinweisen und Größe. Ein grünes Symbol links bedeutet: „Dies ist ein gültiges Backup. Die Daten können aus dieser Datei wiederhergestellt werden.“

Machen Sie die Probe nicht erst im Ernstfall. Laden Sie die Sicherung über den grünen Pfeil einmal auf Ihren Rechner herunter. Dann wissen Sie, dass die Datei wirklich existiert und wie groß sie ist. Zurückspielen lässt sich eine Sicherung später aus derselben Liste.

Wenn etwas nicht klappt

Vier Fälle kommen dabei immer wieder vor.

Es gibt keine Schaltfläche zum Sichern

Dann fehlt die Berechtigung. Unter Konto stehen in der Registerkarte Berechtigungen vier Einträge dazu, jeweils für Abonnement- und Kontodaten und jeweils getrennt für Server- und Remote-Speicher. Ist einer davon aus, fehlt der zugehörige Weg in der Oberfläche. Wer in Ihrem Paket auf die Backups zugreifen darf, entscheidet sich also hier.

Die Sicherung dauert sehr lange

Das ist normal, wenn viele Dateien oder große Postfächer dabei sind. Lassen Sie den Vorgang laufen, statt ihn abzubrechen. Eine abgebrochene Sicherung ist keine.

Der Speicherplatz reicht nicht

Sicherungen liegen im Serverspeicher und zählen gegen Ihr Kontingent. Wie viel Sie haben, steht unter Konto in der Registerkarte Ressourcen. Räumen Sie alte Dateien über Entfernen ab oder legen Sie neue Sicherungen extern ab.

Sie brauchen nur die Datenbank

Dafür gibt es den schnelleren Weg über Abbild exportieren in der Datenbankverwaltung. Wie Sie dorthin kommen, steht im Beitrag MySQL-Datenbank in Plesk anlegen.

Was Sie sonst noch wissen sollten

Eine Backupdatei im selben Serverspeicher ist keine vollständige Vorsorge. Laden Sie wichtige Stände zusätzlich herunter oder richten Sie einen Fernspeicher ein. Fällt der Server aus, sind auch die Backups darauf betroffen. Denken Sie dabei an den Inhalt: In einer Sicherung stecken Ihre Datenbanken samt Zugangsdaten und Passwort, sie gehört deshalb nicht in einen offenen Cloud-Ordner.

Sichern Sie vor jeder Änderung, die Sie nicht in einer Minute rückgängig machen können. Dazu gehören Updates, PHP-Umstellungen, Umzüge und Eingriffe in die .htaccess. Wie Sie die PHP-Version umstellen, steht im Beitrag PHP-Version für Ihre Website umstellen.

Der heikle Teil ist nicht das Sichern, sondern das Zurückspielen. Wenn nach einem Update eine weiße Seite erscheint, hilft der Beitrag Weiße Seite oder Fehler 500: so kommen Sie an die Meldung weiter, bevor Sie eine Sicherung einspielen.


Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 13.08.2026

Hier können Sie uns Ihren Feedback senden zu den FAQ Eintrag. Jeder nützlicher Hinweis hilft uns die FAQ Datenbank zu verbessern.