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WordPress in Plesk installieren, ohne eine Datei hochzuladen
Ein eigenes Blog braucht heute weder ein FTP-Programm noch ein Archiv von wordpress.org. WordPress in Plesk installieren heißt heute: ein Formular ausfüllen. Dafür sorgt das WordPress Toolkit, in der Oberfläche kurz WP Toolkit. Um WordPress zu installieren, genügt ein einziger Durchgang: Es holt die aktuelle Version von WordPress, legt die Datenbank an und richtet das Administratorkonto gleich mit. Dieser Beitrag zeigt den Weg Schritt für Schritt und was zu tun ist, wenn etwas klemmt.
Das Video gibt einen Überblick über den Ablauf, zeigt die Oberfläche aber im Stand von 2015. Was sich seitdem geändert hat, steht direkt darunter.
Wichtig zum Video: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2015 und zeigt eine ältere Plesk-Oberfläche. Den dort gezeigten Menüpunkt Applikationen mit der Schaltfläche Installieren (benutzerdefiniert) gibt es heute nicht mehr, ebenso wenig die Lizenzabfrage und den Fortschrittsbalken des Downloads. Heute führt der Weg über den Eintrag WordPress in der Seitenleiste. Folgen Sie deshalb der bebilderten Anleitung darunter, sie zeigt die aktuelle Oberfläche.
Was Plesk für Sie erledigt
Früher lud man WordPress herunter, packte es aus, schob es per FTP auf den Server und legte von Hand eine Datenbank an. Diese vier Schritte macht Plesk auf einmal.
Nach der Einrichtung hört es damit nicht auf. Das Toolkit ist eine zentrale Verwaltungsoberfläche für alle WordPress-Seiten in Ihrem Paket: Updates, Sicherung und Sicherheitsstatus stehen auf einer Karte beieinander, ohne dass Sie sich dazu in WordPress anmelden müssen.
Was Sie dafür brauchen
Sie brauchen Ihre Zugangsdaten für die Plesk-Verwaltung und eine Domain im Paket. Sonst nichts, insbesondere kein FTP-Programm und keine vorbereitete Datenbank. Auf einem Server mit Plesk ist das Werkzeug bereits vorhanden, die Bilder hier zeigen Plesk Obsidian.
Schritt 1: Die WordPress-Verwaltung öffnen
Melden Sie sich in Plesk an. Gehen Sie zu WordPress in der Seitenleiste, dann landen Sie auf der Registerkarte Installationen, darüber liegt die Werkzeugleiste.
Klicken Sie auf Installieren. Es öffnet sich das Fenster WordPress installieren mit der Unterzeile „Installationsoptionen auswählen“. Die übrigen Schaltflächen daneben, also Suchen, Updates, Sicherheit, Trennen und Entfernen, brauchen Sie für eine neue Seite nicht.
Schritt 2: Die Angaben unter Allgemein prüfen
Plesk füllt das Formular vor. Über den Feldern steht der Hinweis „Wenn Sie die Felder leer lassen, werden beliebige Werte generiert“, Sie müssen also nicht jedes Feld anfassen.
Installationspfad: Protokoll, Domain und Unterverzeichnis. Die spätere Adresse steht dort zum Mitlesen zusammengesetzt.
Website-Titel: der Name Ihrer Seite, vorbelegt mit einem zufälligen Vorschlag.
Plugin-/Theme-Paket: ein fertiges Bündel aus Design und Erweiterungen, das mitgeliefert wird.
Sprache der Webseite: voreingestellt ist Deutsch.
Version: voreingestellt ist die aktuelle Fassung.
Am wichtigsten ist der Installationspfad. Im Feld rechts steht ein Verzeichnis vorgeschlagen, im Bild wordpress. Ihre Seite läge damit später unter ihre-domain.de/wordpress. Soll der Blog direkt die Startseite werden, leeren Sie dieses Feld. Die Adresszeile darüber zeigt jederzeit an, was dabei herauskommt.
Im Feld daneben wählen Sie das Ziel aus. Angeboten werden alle Domains und Subdomains Ihres Pakets. Wer eine WordPress-Website auf einer separaten Domain betreiben will, legt diese also vorher an.
Beim Bündel steht Keiner voreingestellt. Klappen Sie es auf, finden Sie fertige Zusammenstellungen wie WordPress Essentials, E-Commerce pack oder WordPress Classic, jeweils auch in Verbindung mit Jetpack. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie Keiner stehen: Nachrüsten geht jederzeit, ein ungewolltes Bündel müssen Sie hinterher wieder aufräumen.
Schritt 3: Das Administratorkonto festlegen
Darunter folgt der Abschnitt WordPress-Administrator. Mit diesen drei Angaben melden Sie sich später in WordPress selbst an.
Beim Benutzernamen schlägt Plesk einen zufälligen Namen vor. Lassen Sie ihn stehen oder wählen Sie einen eigenen, aber auf keinen Fall admin. Genau diesen Namen probieren automatische Angriffe zuerst.
Das Passwort ist bereits stark vorbelegt. Über Generate erzeugen Sie ein neues, über das Augensymbol machen Sie es sichtbar. Notieren Sie das Passwort, bevor Sie weitergehen.
Bei der E-Mail-Adresse ist die Adresse Ihres Plesk-Kontos vorbelegt. Tragen Sie eine Adresse ein, die Sie wirklich lesen, denn an sie geht die Nachricht, wenn Sie Ihr Passwort einmal zurücksetzen müssen. Ein Postfach, das erst mit dieser Website entsteht, ist dafür die schlechtere Wahl.
Zwei Abschnitte bleiben zugeklappt: Datenbank und Einstellungen für automatisches Update. Beide sind sinnvoll vorbelegt und dürfen so bleiben. Als Host trägt Plesk dabei localhost ein, die Datenbank liegt also auf demselben Server wie Ihre Seite. Wie eine Datenbank in Plesk sonst entsteht, zeigt der Beitrag zur MySQL-Datenbank in Plesk.
Schritt 4: WordPress in Plesk installieren
Klicken Sie unten auf Installieren. Wollen Sie doch nichts ändern, verlassen Sie das Fenster über Cancel, dann passiert nichts.
Danach richtet Plesk WordPress automatisch ein, Sie müssen nichts weiter tun. Wie lange die Installation von WordPress dauert, hängt allerdings vom Server ab, in aller Regel sind es wenige Augenblicke.
Hat es geklappt?
Die neue Website erscheint anschließend in der Liste unter Installationen, mit ihrem Titel und einer Karte voller Werkzeuge.
Auf der Karte stehen die Registerkarten Dashboard, Plugins, Themes und Datenbank, dazu File Manager, Daten kopieren, Klonen, Sichern/Wiederherstellen, Protokolle und WP-CLI. Einige dieser Beschriftungen sind englisch geblieben.
Links auf derselben Karte liegt die Schaltfläche, die Sie am häufigsten brauchen werden.
Über Anmelden kommen Sie direkt in die Verwaltung Ihres Blogs, ohne Benutzername und Passwort einzutippen. Der gewohnte Weg über ihre-domain.de/wp-admin funktioniert natürlich weiterhin. Rechts daneben führt die Karte den Sicherheitsstatus. Steht dort Kein Zertifikat, läuft Ihre Seite noch ohne HTTPS, das holen Sie im Anschluss nach.
Erweiterungen und Updates verwalten
Die Karte ist mehr als eine Statusanzeige. Im Toolkit können Sie Plugins und Themes installieren und verwalten, ohne den Umweg über die WordPress-Anmeldung.
Um Plugins zu installieren, genügt die gleichnamige Registerkarte. Ein einzelnes Plugin installieren Sie dort in zwei Klicks, daneben stehen die vorhandenen Erweiterungen mit Schaltern zum Aktivieren und zum Deaktivieren. Wer schon weiß, welche Werkzeuge er braucht, spart sich damit den ersten Rundgang durch das Dashboard.
Welche WordPress Version läuft und ob Aktualisierungen bereitstehen, steht rechts auf der Karte. Einspielen lässt sich das entweder manuell oder automatisch: Der zugeklappte Abschnitt aus Schritt 3 legt fest, was Plesk ohne Rückfrage erledigen darf. Wie Sie dabei vorgehen, steht im Beitrag zum Update von Erweiterungen und Übersetzungen.
Darunter liegen Schalter für den laufenden Betrieb: Die Debugging-Tools von WordPress schalten Sie hier ein, wenn Sie einem Fehler nachgehen, und die Suchmaschinenindexierung können Sie abschalten, solange die Seite noch im Bau ist.
Sichern, klonen, nachträglich aufnehmen
Drei Werkzeuge auf der Karte werden gern übersehen, obwohl sie im Ernstfall die Arbeit von Stunden sparen.
Eine Sicherung nimmt Dateien und Datenbank zusammen, inklusive wichtiger WordPress-Dateien wie der Konfiguration. Legen Sie eine an, bevor Sie ein großes Update einspielen. Der planbare Weg dafür steht im Beitrag zum geplanten Backup in Plesk.
Ein Klon braucht Speicherplatz für eine vollständige Kopie: den Inhalt Ihrer WordPress-Website inklusive Dateien und Datenbank. Anschließend wird der Klon als eigener Eintrag geführt, etwa auf einer Subdomain, und Sie können dort in Ruhe ausprobieren, was Sie sich am Original nicht trauen. Mit Daten kopieren schieben Sie Daten zwischen einer Installation und einer anderen hin und her, etwa vom Klon zurück ins Original.
#Eine von Hand hochgeladene WordPress-Installation aufnehmen
Das Plesk WP Toolkit kennt zunächst nur, was Plesk selbst installiert hat. Wenn Sie eine manuelle Installation durchgeführt haben, per FTP oder über den Dateimanager, klicken Sie danach in der Werkzeugleiste auf Suchen. Sobald Dateien und Datenbank auf Ihren Server kopiert sind, findet die Suche die WordPress Installation und nimmt sie in die Liste auf. Dann müssen Sie WordPress nicht noch einmal einrichten, und es gelten dieselben Werkzeuge wie für eine hier angelegte Seite.
„In Ihrem Hosting-Paket ist die Erstellung weiterer Datenbanken nicht vorgesehen“: Das ist kein Fehler und kein Grund abzubrechen. Es wird trotzdem eingerichtet, Ihre Seite zieht nur in die vorhandene Datenbank mit ein und bekommt dort ein eigenes Tabellenpräfix.
Dann haben Sie in ein Verzeichnis eingerichtet, in dem schon etwas lag. Wer das erst im Nachhinein merkt, greift zur Sicherung. Prüfen Sie deshalb das Feld für das Installationsverzeichnis, bevor Sie auf Installieren klicken.
Angeboten wird nur, was in Ihrem Paket eingerichtet ist. Legen Sie die Domain oder Subdomain also zuerst unter Websites & Domains an, danach taucht sie im Formular auf.
Klicken Sie in der Liste auf das Stiftsymbol neben dem Namen Ihrer Seite, tragen Sie den neuen Titel ein und bestätigen Sie mit dem Haken. In WordPress selbst geht es unter Einstellungen. Der Titel hat mit der Adresse nichts zu tun, es ändert sich also keine URL.
Wenn Sie mehrere Blogs installieren möchten, geht das ohne Weiteres, jedes in einem eigenen Verzeichnis oder auf einer eigenen Subdomain. Alle erscheinen danach untereinander in der Liste.
Davon zu unterscheiden ist der Multisite-Betrieb: WordPress läuft entweder als Installation mit einer einzigen Website oder als Installation mit mehreren Websites unter einem Dach. Was davon Sie betreiben, entscheidet sich in WordPress selbst, nicht in Plesk.
Ein frisch eingerichtetes Blog ist sicher, ein ungepflegtes nicht. Die Aktualisierungen sind dabei kein Selbstzweck: Die meisten geschlossenen Lücken stecken nicht im Kern von WordPress, sondern in den Erweiterungen, die niemand mehr anschaut.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 12.08.2026
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