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Systembenutzer in Plesk: das Benutzerkonto hinter Ihrem Abonnement
Wer in der Verwaltung nach den Verbindungsdaten sucht, findet dort seinen Benutzernamen im Klartext. Das ist kein Versehen. Ein Benutzername ist nämlich keine geheime Angabe, ein Passwort dagegen schon. Der Systembenutzer in Plesk steht deshalb an mehreren Stellen offen, und der richtige Umgang damit ist schnell erklärt.
Der Systembenutzer ist das Benutzerkonto, unter dem Ihre Dateien auf dem Server liegen. Ihr Hosting-Provider legt ihn mit dem Paket an, und zwar für jedes Abonnement genau einen. Sie bekommen ihn also vom Provider, aussuchen können Sie ihn nicht. Legt der Dateimanager etwas Neues an, wird das Konto zum Eigentümer der Datei. Dateien und Ordner in Ihrem Paket gehören also alle demselben Benutzer, und auch eine Anwendung, die etwas schreibt, tut das unter diesem Namen.
Seinen Namen brauchen Sie an mehreren Stellen:
als Benutzername für FTP,
als Anmeldung für die Besucherstatistik,
als Kontoname, wenn der SSH-Zugriff aktiviert ist.
Das Passwort dieses Kontos ist zugleich Ihr FTP-Passwort. Beides gehört zusammen, und beides gilt für das ganze Paket. Der SSH-Zugriff öffnet eine Shell auf dem Server, in vielen Paketen ist er jedoch deaktiviert. Ob Ihr Tarif eine Kommandozeile mitbringt, steht in SSH Zugang im Webhosting Paket.
An welchen Stellen Plesk den Benutzer zeigt
Plesk zeigt den Namen dort, wo Sie ihn brauchen. Fünf Stellen sind es im Alltag:
in den Informationen zur Verbindung, im Abschnitt mit den Anmeldedaten,
in den Einstellungen des Hosting, dort als Eingabefeld Benutzername,
im Dateimanager in der Spalte Benutzer,
in der Fußzeile Ihrer Domain auf der Startseite,
in der Liste der FTP-Konten.
Wo genau die erste dieser Stellen sitzt, zeigt FTP-Zugangsdaten finden und neu setzen. Ein Passwort steht dagegen nirgends. Alle Passwortfelder in Plesk sind leer oder verdeckt, und kein einziges lässt sich anzeigen. Genau darin liegt der Unterschied.
Kann jemand damit auf Ihr Paket zugreifen?
Für sich genommen nein. Ein Benutzername allein öffnet nichts. Wer damit etwas anfangen will, braucht zusätzlich das Passwort.
Trotzdem ist die Sorge nicht unbegründet. Wer den Namen kennt, muss nämlich nur noch das Passwort erraten, und automatisierte Versuche laufen an FTP-Diensten ununterbrochen. Behandeln Sie den Namen deshalb wie eine vertrauliche Angabe, auch wenn er technisch kein Geheimnis ist.
So gehen Sie mit dem Namen um
Innerhalb Ihrer Verwaltung ist alles in Ordnung. Dort sind Sie angemeldet, und die Anzeige ist genau dafür da. Vorsicht ist erst außerhalb geboten.
Situation
Was zu tun ist
Bildschirmfoto für den Support
Den Namen unkenntlich machen oder den Ausschnitt enger fassen.
Frage in einem Forum
Namen und IP-Adresse ersetzen.
Anleitung für Mitarbeiter
Nur weitergeben, wer den Zugang wirklich braucht.
Dienstleister braucht Zugriff
Ein eigenes FTP-Konto anlegen, nicht den Hauptzugang weitergeben.
Anderen Benutzern Zugriff geben
Die letzte Zeile der Tabelle ist die wichtigste. Zusätzliche Benutzer bekommen in Plesk einen eigenen Zugang, statt Ihren mitzubenutzen. Ein zusätzliches FTP-Konto trägt einen eigenen Namen, ein eigenes Passwort und darf nur in ein bestimmtes Verzeichnis. Sie entfernen es später wieder, ohne Ihr eigenes Passwort zu ändern.
Für die Verwaltung selbst gibt es denselben Weg. Weitere Benutzerkonten in Plesk bekommen eine Rolle. Benutzerrollen entscheiden dann, welche Seiten der Verwaltung ein solcher Zugang überhaupt sieht. Wer nur Dateien hochladen soll, braucht deshalb kein Konto für die ganze Verwaltung. Welche Wege es zum Hochladen gibt, steht in Dateien in Plesk hochladen.
Den Namen ändern oder das Passwort verwalten
Das Feld Benutzername in denselben Einstellungen ist ein Eingabefeld. Der Name lässt sich also ändern.
Tun Sie es dennoch nicht ohne Not. Er hängt an allem, was sich damit anmeldet: an Ihrem FTP-Programm, an Bereitstellungswerkzeugen, an Sicherungsdiensten und an der Anmeldung zur Besucherstatistik. Ist eines davon noch auf den alten Namen konfiguriert, meldet es sich nicht mehr an. Nach einer Änderung müssen Sie also überall nachziehen.
Haben Sie dagegen den Verdacht, dass Ihre Zugangsdaten bekannt geworden sind, ist das Passwort der richtige Hebel. Es ist in Sekunden neu gesetzt, und danach ist der alte Stand wertlos.
Was im Abonnement sonst offen steht
Die IP-Adresse steht ebenfalls sichtbar und ist tatsächlich kein Geheimnis. Sie lässt sich aus jeder Namensabfrage ablesen.
Auch der Name der Datenbank und ihr Benutzer sind einsehbar. Der Datenbankserver ist allerdings nur vom Server selbst erreichbar. Von außen kommt damit niemand hinein, denn er nimmt gar keine Verbindung an.
Wirklich vertraulich sind nur die Passwörter, und die zeigt Plesk nirgends an. Schickt Ihnen jemand ein Passwort per E-Mail, oder liegt eines im Klartext in einer Datei auf dem Webspace, dann ist das das eigentliche Problem. Wer Dateien direkt auf dem Server bearbeitet, sollte deshalb auch die Dateirechte in Plesk im Blick behalten.
Wenn es mit dem Namen nicht klappt
Drei Fälle kommen im Support immer wieder vor.
#Sie haben ein Bildschirmfoto mit dem Namen verschickt
Kein Grund zur Panik. Setzen Sie trotzdem das FTP-Passwort neu, denn das dauert nur eine Minute.
#Sie finden den Namen an einer unerwarteten Stelle
Das ist normal, denn er taucht an mehreren Stellen auf. Alle davon setzen jedoch voraus, dass Sie angemeldet sind.
#Ein Dienstleister verlangt Ihre Hauptzugangsdaten
Bieten Sie stattdessen ein eigenes FTP-Konto an. Seriöse Anbieter sind damit einverstanden.
Zwei Dinge zum Schluss
Dieses Konto gehört zum ganzen Paket, nicht zu einer einzelnen Domain. Wer sich damit anmeldet, sieht deshalb alle Domains darin.
Verwechseln Sie ihn außerdem nicht mit Ihrem Namen für die Verwaltung. Das sind zwei getrennte Konten mit zwei getrennten Passwörtern, und welches wohin gehört, klärt Plesk anmelden.
Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 03.09.2026
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