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Grenzen für ausgehende E-Mails in Plesk: Begrenzen des Postausgangs
Ihr Newsletter ist raus, doch bei den Empfängern kommt nichts an. Vielleicht liegt es an einer Grenze, vielleicht auch nicht. Ihr Paket begrenzt den Postausgang nämlich auf drei Ebenen zugleich. Plesk zeigt Ihnen danach genau, ob eine davon erreicht wurde. Raten müssen Sie also nicht. Dieser Artikel erklärt die Grenzen für ausgehende E-Mails in Plesk. Zuerst kommt daher der Beleg.
Postfächer, Domains, Abonnement: drei Grenzen zugleich
Ihr Hosting-Provider kann Begrenzungen für die Anzahl an pro Stunde ausgehenden E-Mail-Nachrichten setzen. Der Grund ist einfach: Von einem Server, der ungebremst sendet, geht irgendwann Spam ab. Hinter jedem Objekt steht deshalb eine feste Anzahl an E-Mail-Nachrichten je Stunde. Ihr Paket kennt dafür drei Ebenen, und es gilt immer die Grenze, die zuerst erreicht wird.
Ebene
Grenze im geprüften Paket
Wo Sie sie sehen
einzelnes Postfach
10 Nachrichten pro Stunde
unter E-Mail in der Adresse, Registerkarte Allgemein
Domain
50 Nachrichten pro Stunde
unter E-Mail in der Registerkarte E-Mail-Einstellungen
Abonnement
100 Nachrichten pro Stunde
unter E-Mail in der Postausgangskontrolle
Die Ebenen greifen ineinander. Die Summe der Nachrichten von allen Domains eines Abonnements bleibt deshalb innerhalb der Grenze des Abonnements. Ebenso verhält es sich mit der Summe der E-Mail-Nachrichten aus allen Postfächern einer Domain. Für Domains und Postfächer gelten also eigene Werte, aber die obere Ebene entscheidet zuerst. Ausgehende Nachrichten zählt Plesk auf jeder dieser Ebenen mit. Die Werte für die Grenzen gibt der Anbieter vor. Er darf die Grenzen verringern, sobald von einem Konto Spam ausgeht. Beim Hersteller heißt das Begrenzen des Postausgangs, an anderer Stelle auch Begrenzung der Postausgangsmenge.
Wichtig: Diese Grenzen sind eine mögliche Ursache, jedoch nicht die wahrscheinlichste. Ein Newsletter, der nicht ankommt, scheitert genauso oft an Spamfiltern. Ebenso häufig fehlen SPF- und DKIM-Einträge, oder der Absender stimmt nicht. Deshalb prüfen Sie zuerst, ob überhaupt eine Grenze im Spiel war.
Die Postausgangskontrolle in Plesk öffnen
Das ist der einzige Schritt, der Ihnen einen echten Beleg liefert. Klicken Sie zunächst links auf E-Mail. Zur Registerkarte Postausgangskontrolle gehen Sie anschließend über die Leiste oben.
Unter Versuche, die Grenzen zu überschreiten stehen drei Zeilen: E-Mail-Adressen, Domains und Abonnements. Steht dort überall „Keine Versuche, die Grenzen zu überschreiten“, war keine Grenze die Ursache. Dann suchen Sie den Fehler woanders.
Ist die Begrenzung eingeschaltet, führt Plesk darüber eine Statistik. Der Erfassungszeitraum beträgt eine Woche. Ein Versand, der länger zurückliegt, taucht hier also nicht mehr auf.
Versuche, die Grenzen zu überschreiten: die Tabellen lesen
Oben liegen vier Registerkarten. Die erste heißt Allgemein, die drei anderen zeigen je eine Tabelle für Adressen, Domains oder Abonnements. Diese Tabellen tragen zudem dieselben fünf Spalten.
So lesen Sie die Spalten:
Name: die E-Mail-Adresse, die Domain oder das Abonnement.
Grenze pro Stunde: der Wert, der für dieses Objekt gilt.
Versuche nach Erreichen der Grenze: wie oft trotzdem gesendet werden sollte. Steht hier ein Strich, wurde die Grenze nicht erreicht.
Letzter Versuch: wann das zuletzt passiert ist.
E-Mail-Status: Wird gesendet heißt, der Versand läuft normal.
Jede Nachricht, die hinausgeht, wird in der Postausgangskontrolle gezählt. Damit ist auch die häufige Frage beantwortet, ob der Versand aus einem Skript mitzählt. Welche der drei Grenzen bei welchem Versandweg greift, steht nämlich nicht in der Oberfläche. Wissen müssen Sie es aber nicht. Diese Tabellen zeigen genau, welches Objekt angestoßen ist.
Wie viele ausgehende E-Mails ein Postfach senden darf
Öffnen Sie unter E-Mail die betroffene Adresse. Dort finden Sie den Wert in der Registerkarte Allgemein.
Der Abschnitt heißt Maximale Anzahl an ausgehenden E-Mails. Ab Werk steht dort Standard (10 Nachrichten pro Stunde). Daneben liegt Benutzerdefinierter Wert für das Postfach. Dazu gehören außerdem ein Feld und die Auswahl Unbegrenzt.
Die Grenze für die Anzahl der Nachrichten einer Domain festlegen
Gehen Sie auf E-Mail und dann auf die Registerkarte E-Mail-Einstellungen. Liegen mehrere Domains in Ihrem Paket, führt die Liste jede einzeln auf. In den E-Mail-Einstellungen der Domain gibt es die Spalte Anzahl an ausgehenden Nachrichten. Diese Spalte enthält außerdem den Verweis Grenze bearbeiten.
Plesk schreibt dazu selbst: „Hier können Sie die Grenze für die Anzahl an ausgehenden Nachrichten für diese Domain ändern. Es wird nicht möglich sein, mehr Nachrichten als hier angegeben zu senden.“ Ab Werk steht dort Standard (50 Nachrichten pro Stunde). Daneben liegen wieder ein eigener Wert und Unbegrenzt.
Setzen Sie hier trotzdem nicht einfach Unbegrenzt. Die Begrenzung schützt den Mailserver und damit auch Sie. Ein gekapertes Postfach, das ungebremst Spam verschickt, bringt die Adresse des Servers nämlich auf schwarze Listen. Danach kommen Ihre normalen Geschäftsmails ebenfalls nicht mehr an. Ob Sie die Grenze ändern dürfen, klären Sie deshalb vorher mit dem Support. Er sagt Ihnen auch, in welchem Rahmen sich die Grenze einstellen lässt.
Wenn es beim Versand trotzdem nicht klappt
Steht in Versuche nach Erreichen der Grenze überall ein Strich, war es keine Grenze. Dann liegt es woanders. Diese vier Fälle kommen am häufigsten vor.
Dann liegt es nicht am Versand, sondern an der Bewertung. Sorgen Sie zunächst für SPF- und DKIM-Einträge für Ihre Domain. Wie Sie den Filter Ihres Postfachs einstellen, zeigt der Artikel zum Spam-Filter im Webmail.
Prüfen Sie in der Postausgangskontrolle die Spalte E-Mail-Status. Steht dort nicht Wird gesendet, verhindert Plesk das Senden von E-Mails für dieses Objekt. Meldet dagegen Ihr Mailprogramm einen Fehler, hilft die Prüfliste für die Verbindung zum Mailserver.
Newsletter-Dienste, die mit einem fremden Absender verschicken, weisen viele Empfänger ab. Wie sich Ihre Website stattdessen richtig anmeldet, steht im Artikel zum SMTP-Versand über das eigene Postfach.
Für die Website gibt es einen Protokollbetrachter. Beschrieben ist er im Artikel zum internen Serverfehler. Beim Versand aus einem Skript ist dagegen die Rückmeldung der Mailfunktion die bessere Quelle.
Warum ein Postfach für Newsletter das falsche Werkzeug ist
Zehn Nachrichten pro Stunde je Postfach reichen für Geschäftspost. Für einen Verteiler mit hunderten Empfängern reicht das jedoch nicht. Dafür gibt es Versanddienste. Sie kümmern sich zudem um Zustellung, Abmeldelinks und Rückläufer. Das ist keine Ausrede des Hosters. Genau dafür gibt es diese Dienste.
Zwei Punkte werden dabei oft übersehen. Erstens zählen die Grenzen pro Stunde und nicht pro Tag. Ein Verteiler mit 200 Empfängern läuft deshalb durch, sobald Ihr Werkzeug langsam genug sendet. Zweitens zählt eine Nachricht an mehrere Empfänger mehrfach. Maßgeblich ist nämlich die Zahl der Empfänger, nicht die Zahl der Nachrichten, die Sie schreiben.
Grenzen für ausgehende E-Mails in Plesk: was sonst noch zählt
Die Grenzen für ausgehende E-Mails in Plesk sind nur ein Teil des Bildes. Wo die Werte je Domain stehen, zeigen die E-Mail-Einstellungen in Plesk. Dort steht zudem, was der E-Mail-Service sonst noch regelt. Ein neues Konto legen Sie an, wie es der Artikel zur E-Mail-Adresse in Plesk beschreibt.
Zuletzt noch ein Hinweis zur Reihenfolge. Prüfen Sie erst die Postausgangskontrolle, dann den Absender und zum Schluss die Einträge im Namensdienst. So sparen Sie sich das Raten. Sie sehen dann an einer Zahl, ob eine Grenze im Spiel war.
Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 09.09.2026
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