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E-Mail-Adresse in Plesk ändern, ohne das Konto neu zu konfigurieren
Ein Buchstabe zu viel im Postfachnamen, und schon steht die falsche Adresse auf der Visitenkarte. Zum Glück müssen Sie deshalb nichts neu aufbauen. Eine E-Mail-Adresse in Plesk ändern heißt nämlich nicht, ein zweites Postfach anzulegen. Plesk führt die Adresse eines Postfachs in einem gewöhnlichen Eingabefeld. Sie berichtigen also den Namen und speichern, und das E-Mail-Konto bleibt mit allen Nachrichten bestehen. Ein Sonderfall ist dabei zu beachten, und er betrifft die Anmeldung an der Verwaltung.
Melden Sie sich zuerst bei Plesk an und klicken Sie links auf E-Mail. Daraufhin sehen Sie alle E-Mail-Konten, die zu Ihrem Abonnement gehören, also zu dem Paket, in dem Ihr Webspace gehostet wird. Ein Klick auf die betreffende Adresse öffnet in Plesk deren Einstellungen, und zwar auf der Registerkarte Allgemein.
Dort steht die Adresse in einem Eingabefeld. Sie ändern darin nur den Teil vor dem @, denn den Domainnamen setzt Plesk unveränderlich daneben. Berichtigen Sie also den Namen und klicken Sie auf OK.
Das Postfach bleibt dabei erhalten, mitsamt allen Nachrichten darin. Plesk vergibt lediglich einen anderen Namen. Was Sie am Konto sonst konfigurieren, gilt weiter: Weiterleitung, der Filter gegen Spam und die automatische Antwort bleiben so, wie Sie sie eingerichtet haben. Auch die Postfachgröße und die maximale Anzahl der ausgehenden Nachrichten ändern sich nicht.
Ihre Zugangsdaten bleiben ebenfalls unberührt. Wollen Sie es zusätzlich neu setzen, steht das im Artikel zum Passwort einer E-Mail-Adresse.
Der Sonderfall: Postfach mit Zugang zum Kunden-Panel
Ein Postfach kann in Plesk mehr sein als ein Postfach. Es kann nämlich zugleich als Benutzerkonto dienen, mit dem sich jemand an der Verwaltung anmeldet. Genau dann hängt in Plesk an der Adresse mehr als die Post.
Plesk warnt davor oben auf derselben Seite:
„Wenn dieses E-Mail-Konto mit einem zusätzlichen Benutzer verbunden ist (Zugang zum Kunden-Panel ist aktiviert), dann beeinflussen die Änderungen, die Sie auf dieser Seite vornehmen, die Einstellungen jenes Benutzers. Das heißt im Besonderen, wenn Sie die E-Mail-Adresse und das Passwort ändern, werden auch der Benutzername und das Passwort des zusätzlichen Benutzers entsprechend geändert.“
Im Klartext: Die Person meldet sich danach mit der neuen Adresse an. Sagen Sie ihr also Bescheid, sonst steht sie vor verschlossener Tür und hält den Zugang für defekt.
Solche Konten erkennen Sie am Kontrollkästchen Kann zur Anmeldung in Plesk verwendet werden. Ist es angehakt, steht der Benutzername in Klammern daneben, und er ist mit der Adresse identisch. Wie Sie solche Zugänge konfigurieren und wieder entziehen, steht im Artikel zu den zusätzlichen Benutzerkonten.
Braucht die Person den Zugang zur Verwaltung gar nicht, können Sie das Kästchen abwählen und den Zugang damit deaktivieren. Dann führt Plesk es als reines Postfach, und künftige Änderungen betreffen niemanden sonst.
Was der Mailserver mit E-Mails an die alte Adresse macht
Sie kommt nicht mehr an. Die alte Adresse kennt Plesk nach der Änderung nicht mehr, weil das Konto nur einen Hauptnamen trägt.
Was der Absender daraufhin erlebt, hängt von einer Einstellung Ihres Pakets ab. Unter E-Mail und dem Reiter mit den E-Mail-Einstellungen in Plesk steht je Eintrag eine Spalte An nicht vorhandene Benutzer gesendete E-Mails. Im geprüften Paket steht dort standardmäßig Abweisen, und Plesk hält diesen Wert je Eintrag fest.
Das heißt: Die Absage geht an den externen Mailserver des Absenders zurück, und die E-Mail-Nachricht wird nicht zugestellt. Der Absender erhält daraufhin eine Fehlermeldung. Er weiß also, dass die Nachricht nicht angekommen ist. Das ist die freundlichere Variante, denn die Alternative wäre, die Post stillschweigend verschwinden zu lassen.
Der Alias: keine E-Mail-Nachrichten verlieren
Haben Sie die falsche Adresse schon weitergegeben, gedruckt oder auf der Website veröffentlicht, hilft ein E-Mail-Alias. Ein Alias ist in Plesk ein zweiter Name für dasselbe Postfach, und er kostet kein weiteres Konto.
Berichtigen Sie die Adresse wie oben beschrieben.
Wechseln Sie danach in Plesk auf die Registerkarte E-Mail-Aliase.
Tragen Sie dort die falsche Schreibweise ein und bestätigen Sie.
Dann kommt beides an, und Sie verlieren keine Nachricht. Denselben Weg nehmen Sie vorbeugend, wenn Ihr Name häufig falsch geschrieben wird. Wie Aliase und Weiterleitungen zusammenspielen, zeigt der Artikel zur E-Mail-Weiterleitung.
Ein Alias ist auch dann die bessere Wahl, wenn die Adresse seit Jahren im Umlauf ist. Sie berichtigen dann zwar den Hauptnamen, verlieren aber keine Post von Absendern, die noch die alte Fassung gespeichert haben.
Tippfehler beim Anlegen von Postfächern vermeiden
Der einfachste Weg bleibt, den Fehler in Plesk gar nicht erst zu machen. Das Formular von Plesk zeigt die Adresse zusammen mit der Domain, und genau dort lohnt der zweite Blick.
Lesen Sie die Adresse einmal laut, bevor Sie speichern. Das klingt albern und findet trotzdem die meisten Fehler.
Halten Sie den Namen einfach. Keine Umlaute, keine Punkte an Stellen, wo keine hingehören, und lieber info als informationen. Ein kurzer Name lässt sich am Telefon buchstabieren, ohne dass jemand nachfragt.
Prüfen Sie mit einer Testnachricht von einer fremden Adresse aus, bevor Sie die neue Adresse weitergeben. Erst wenn die gesendete Nachricht im Postfach liegt, stimmt alles. Den ganzen Vorgang beschreibt der Artikel zum Anlegen einer E-Mail-Adresse.
Prüfen Sie, ob es die neue Adresse schon gibt. Sie kann als Postfach angelegt sein, sie kann aber auch als Alias an einem anderen Konto hängen. Beides belegt den Namen innerhalb Ihres Pakets, und Plesk vergibt ihn kein zweites Mal. Plesk meldet dann einen Konflikt, statt die Eingabe zu übernehmen.
#Das Mailprogramm erreicht den Mailserver nicht mehr
Das ist erwartbar, denn der Benutzername ist bei POP3, IMAP und SMTP die vollständige Adresse, und die hat sich soeben geändert. Tragen Sie sie deshalb auf jedem Gerät neu ein, also auch auf dem Telefon. Auch der Versand scheitert sonst, weil Plesk den Zugang zum Postausgang an derselben Kennung prüft. Meldet sich das Programm danach weiterhin nicht an, hilft die Prüfliste für die Verbindung zum Mailserver. Prüfen Sie dort auch den Namen des Mailservers.
Dann ist Entfernen der richtige Weg. Damit verschwindet allerdings auch das Postfach mit allen Nachrichten darin. Sichern Sie also vorher, was Sie behalten wollen, denn zurückholen lässt es sich nicht.
Das ist ein anderer Fall, weil die Domain nicht zum Postfach gehört, sondern zum Vertrag. Eine Domain lässt sich nicht umbenennen, sie muss neu bestellt werden. Wenden Sie sich dazu an unseren Support, damit wir den Umzug der Postfächer gemeinsam planen.
Was Sie sonst noch wissen sollten
Ändern Sie eine Adresse nicht leichtfertig, wenn sie länger im Umlauf ist. Eine E-Mail-Adresse in Plesk ändern ist schnell erledigt, das Aufräumen danach nicht. Der Alias ist dann fast immer die bessere Lösung, und er kostet Sie nichts.
Denken Sie an Ihre Formulare und Signaturen. Die alte Adresse steht oft an Stellen, an die man zuletzt denkt: im Impressum, im Kontaktformular, in der Signatur des Telefons und in den Absenderdaten Ihres Shops. Von dort werden weiterhin E-Mails gesendet, und die Antworten darauf gehen ins Leere.
Die externe E-Mail-Adresse prüfen Sie am besten gleich mit. Sie steht in Plesk unter dem Adressfeld und dient dazu, den Zugang zurückzusetzen. Ist dort eine Adresse angegeben, die es nicht mehr gibt, merken Sie es erst im Ernstfall.
Bei mehreren Postfächern lohnt eine kurze Liste. Notieren Sie detailliert, welche Adresse wofür im Einsatz ist und wer sie nutzt. Steigt die Anzahl der Domains in Ihrem Paket, halten Sie dabei auseinander, welches Konto wohin gehört. Sobald ein Konto zugleich als Benutzer in Plesk dient, ist diese Notiz mehr wert als jede Suche im Nachhinein.
Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 07.09.2026
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