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E-Mail-Weiterleitung in Plesk einrichten und Kopien behalten
Bestellungen, Kontaktformulare, Rechnungen: Oft soll eine zweite Person mitlesen, ohne dass die Nachricht aus dem eigenen Postfach verschwindet. Wer die E-Mail-Weiterleitung in Plesk einrichten will, findet dafür alles auf einer Registerkarte. Entscheidend ist ein einziges Häkchen, und das dürfen Sie gerade nicht setzen.
Plesk behält die Kopie von sich aus. Eine Weiterleitung schickt eingehende Nachrichten an weitere Adressen und lässt das Original im Postfach liegen. Nur wer das Häkchen „Keine Kopien der weitergeleiteten E-Mails im Posteingang von Plesk speichern“ setzt, verzichtet darauf.
E-Mail-Weiterleitung in Plesk einrichten: die drei Schritte
Sie brauchen dafür den Zugang zur Plesk-Verwaltung und die Zieladresse, an die weitergeleitet werden soll. Am Postfach selbst ändert sich nichts. Beim Einrichten einer E-Mail-Weiterleitung entsteht kein neues Postfach. Sie erweitern nur die vorhandene Adresse um ein Ziel.
Klicken Sie links auf E-Mail und dann auf die Adresse, an die die Nachrichten heute schon gehen. Wechseln Sie oben auf die Registerkarte Weiterleitung. Plesk beschreibt sie mit einem Satz: „Weiterleitung von E-Mail-Nachrichten an eine oder mehrere E-Mail-Adressen einrichten.“
#Schritt 2: Das richtige Häkchen setzen, und das andere nicht
Setzen Sie das Häkchen bei E-Mail-Weiterleitung aktivieren. Das Kontrollkästchen direkt darunter lassen Sie in Ruhe. Es heißt Keine Kopien der weitergeleiteten E-Mails im Posteingang von Plesk speichern. Lesen Sie diesen Satz zweimal, denn er ist verneinend formuliert.
Häkchen
Wirkung
nicht gesetzt
Die Nachricht geht weiter und bleibt im Postfach. Das ist die Voreinstellung und in aller Regel das Richtige.
gesetzt
Die Nachricht wird nur weitergeleitet. In Ihrem Postfach bleibt nichts liegen.
Tragen Sie im Feld Eingehende Nachrichten an folgende E-Mail-Adresse weiterleiten die gewünschte E-Mail-Adresse ein, an die die E-Mails weitergeleitet werden sollen. Mehrere Empfänger sind möglich. Plesk schreibt dazu: „Geben Sie jede Adresse in eine neue Zeile ein oder trennen Sie diese durch Leerzeichen, Kommas oder Semikolons.“
Klicken Sie danach unten auf OK.
Was danach passiert
Ab sofort bekommt jede eingetragene Adresse automatisch eine Kopie jeder eingehenden Nachricht, und Ihr eigenes Postfach behält das Original. Der Absender merkt davon jedoch nichts, denn er schreibt weiterhin nur an die eine Adresse.
Prüfen Sie es mit einer einzelnen Testnachricht von außerhalb, etwa von Ihrer privaten Adresse. Eine reicht. Sie sehen sofort, ob die Kopie ankommt und das Original liegen bleibt.
Der Unterschied zum E-Mail-Alias
Es gibt außerdem einen zweiten Weg, der ähnlich klingt und etwas anderes tut. Er liegt eine Registerkarte weiter, unter E-Mail-Aliase.
Plesk erklärt es dort selbst: „E-Mail-Aliases sind alternative E-Mail-Adressen, die primären E-Mail-Adressen zugeordnet sind. Alle an E-Mail-Aliases gesendeten E-Mails gehen an die primäre E-Mail-Adresse.“
Merkmal
Weiterleitung
Alias
Wohin
an eine fremde Adresse
in dasselbe Postfach
Wofür
eine zweite Person soll mitlesen
eine Adresse unter mehreren Namen
Beispiel
Bestellungen auch an den Steuerberater
info, kontakt und mail landen alle bei Ihnen
Eigenes Postfach nötig
ja, beim Empfänger
nein
Ein Alias kostet also kein zusätzliches Postfach und bleibt bei Ihrer Domain. Wenn Sie nur weitere Schreibweisen abdecken wollen, ist er der richtige und sparsamere Weg, und Sie können ihn direkt hier erstellen. Wie viele Adressen und Aliase in Ihrem Webhosting-Paket enthalten sind, steht unter Konto.
Wann welcher Weg der richtige ist
Was Sie wollen
Was Sie nehmen
Ein Kollege soll Bestellungen mitlesen
Weiterleitung, das zweite Häkchen nicht setzen
Alles soll nur noch woanders landen
Weiterleitung, das zweite Häkchen setzen
Zweite Schreibweise derselben Adresse
Alias
Vertretung nur während des Urlaubs
Feld Weiterleiten an in der automatischen Antwort
Eigenes Postfach für die zweite Person
eine eigene E-Mail-Adresse anlegen
Wenn es nicht wie erwartet läuft
Richten Sie eine E-Mail-Weiterleitung ein und es geschieht scheinbar nichts, dann führen vier Fälle fast immer zur Ursache. Der erste ist mit Abstand der häufigste.
Sehen Sie zuerst in dessen Spam-Ordner nach. Manche Anbieter prüfen weitergeleitete Nachrichten strenger. Sie kommen von einem anderen Server als der ursprüngliche Absender.
Weiterleiten allein leert nichts. Wenn beide Kopien bleiben sollen, behalten Sie die Belegung im Blick, sonst nimmt das Postfach irgendwann nichts mehr an.
#Der Empfänger kann nicht unter Ihrer Adresse antworten
Das ist so vorgesehen. Wer die Kopie bekommt, sieht die Nachricht, versendet aber weiterhin unter seiner eigenen Adresse. Soll er wirklich unter Ihrer antworten, braucht er einen eigenen Zugang zu diesem Postfach.
Die Weiterleitung wieder deaktivieren
Entfernen Sie das Kontrollkästchen bei E-Mail-Weiterleitung aktivieren und speichern Sie. Eingetragene Adressen bleiben dabei stehen. Ein Klick schaltet die Weiterleitung später wieder ein, ohne dass Sie etwas neu tippen.
Was Sie beim Weitergeben bedenken sollten
Weiterleiten heißt jedoch immer auch Weitergeben. Enthalten Bestellungen personenbezogene Daten, gehört die Empfängeradresse zum Betrieb. Eine private Adresse bei einem beliebigen Anbieter ist dafür der falsche Ort.
Und noch etwas: Eine Weiterleitung läuft still weiter, auch Jahre später. Sehen Sie deshalb gelegentlich nach, welche Weiterleitungen bei Ihren Adressen stehen. Das gilt besonders, wenn jemand das Unternehmen verlassen hat.
Verfasst von Support Hosterplus, zuletzt aktualisiert am 15.08.2026
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