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DNS-Eintrag der Domain ändern: DNS-Einträge und Nameserver verwalten

Die kurze Antwort: In Ihrem Webhosting-Paket gibt es keine DNS-Verwaltung. Wer einen DNS-Eintrag der Domain ändern will, also SPF, DKIM, den MX-Eintrag oder die Nameserver, geht deshalb nicht über Plesk. Diese Angaben liegen an einer anderen Stelle, und dieser Beitrag zeigt, an welcher.

Kurz vorweg. Die Registerkarte heißt Hosting und DNS und enthält trotzdem keine Zonenverwaltung. Das ist weder ein Fehler noch eine fehlende Berechtigung, sondern der Zuschnitt des Pakets. Suchen Sie also nicht weiter, sondern lesen Sie hier, wer die Einträge für Sie setzt.

Inhaltsverzeichnis

Warum DNS-Einträge nicht auf dem Webserver liegen

Das Domain Name System ist das Telefonbuch des Internets. Diese Namensauflösung übersetzt Domainnamen in IP-Adressen und beantwortet nebenbei die Frage, welcher Mailserver die Post einer Domain annimmt. Zuständig dafür sind die Nameserver, also eigene Rechner. Mit Ihrem Webserver haben sie nichts zu tun. Die einzelnen Auskunftszeilen heißen im Fachjargon Resource Records. Dazu gehört übrigens auch der Name des Mailservers Ihrer Domain.

Genau daraus folgt die Trennung. Ihr Webspace liefert die Website aus, die Nameserver nennen der Welt die Adresse des Webservers, auf dem sie gehostet wird. Zwei Aufgaben, zwei Systeme, und deshalb zwei verschiedene Oberflächen.

Für die E-Mail-Zustellung sind zwei dieser Einträge besonders wichtig:

  • SPF ist eine Liste der Server, die für Ihre Domain E-Mails verschicken dürfen.
  • DKIM ist eine Unterschrift, mit der Ihr Server jede ausgehende Nachricht signiert.

Beide stehen als TXT-Eintrag in der DNS-Zone Ihrer Domain, nicht auf dem Webserver. Genau deshalb finden Sie sie in Plesk nicht.

Der Nachweis in Plesk: Hosting und DNS ohne DNS-Verwaltung

Öffnen Sie Websites & Domains, klicken Sie Ihre Domain an und wechseln Sie auf die Registerkarte Hosting und DNS. Ihr Name weckt allerdings eine Erwartung, die die Seite nicht erfüllt.

Registerkarte Hosting und DNS in Plesk mit nur zwei Einträgen, Hosting und Apache und nginx, daneben die Registerkarten Dashboard, E-Mail und Erste Schritte

Es stehen dort zwei Einträge, nämlich Hosting und Apache und nginx. Eine Zonenverwaltung, in der sich A-, MX-, TXT- oder CNAME-Einträge bearbeiten ließen, gibt es hier nicht. Der leere Platz rechts daneben ist die Antwort: Es kommt nichts mehr.

Kein DKIM unter E-Mail: auch dort fehlen die DNS-Einstellungen

Damit Sie es nicht an der zweiten naheliegenden Stelle suchen: Öffnen Sie E-Mail, dann die Registerkarte E-Mail-Einstellungen und darin Ihre Domain.

Auswahl E-Mail-Dienst in dieser Domain in Plesk mit den drei Möglichkeiten Aktiviert, Für eingehende E-Mails deaktiviert und Nicht konfiguriert samt Erklärtexten

Diese Seite führt den E-Mail-Dienst in dieser Domain, die Auswahl des Webmail-Programms, zwei Zertifikatsangaben und einen Schalter für den Greylisting-Spamschutz. Ein Punkt für DKIM ist nicht dabei. Was die Seite sonst noch kann, beschreibt der Beitrag E-Mail-Einstellungen in Plesk.

Welche DNS-Records es gibt: A-Record, CNAME, MX und TXT

Bevor Sie eine Änderung anfordern, hilft es zu wissen, welche Art von Eintrag Sie brauchen. Die folgenden fünf DNS-Records decken fast jeden Fall ab.

Art Wofür sie zuständig ist
A-Record die IPv4-Adresse des Servers, auf dem die Website liegt
AAAA-Record dasselbe als IPv6-Adresse
CNAME-Eintrag Weiterleitung auf einen anderen Namen; ein CNAME Resource Record schickt etwa eine Subdomain zu einem fremden Dienst
MX-Eintrag welcher Mailserver die Post annimmt; der MX Resource Record entscheidet, wohin sie weitergeleitet wird
TXT ein Datensatz aus freiem Text; hier stehen SPF, DKIM, DMARC und Bestätigungseinträge

Jeder Eintrag trägt eine TTL, ausgeschrieben Time to Live, also eine Lebensdauer in Sekunden. Sie sagt den fragenden Servern, wie lange sie die Auskunft zwischenspeichern dürfen. Ein niedriger Standardwert lässt eine Änderung schneller wirksam werden. Höhere Werte entlasten dafür die Nameserver.

Subdomains bekommen ihre eigenen Einträge, weil jeder Hostname einzeln aufgelöst wird. Ein Wildcard-Eintrag fasst dagegen alle Hostnamen zusammen, die sonst nirgends stehen. Eine Subdomain, die Sie in Plesk anlegen, läuft über dieselben IP-Adressen wie die Hauptdomain und braucht deshalb meistens gar keine Änderung im DNS.

Wer den DNS-Eintrag der Domain ändern darf

Das hängt davon ab, wo Ihre Domain verwaltet wird. Zwei Fälle sind zu unterscheiden.

Die Domain läuft über HosterPlus. Dann übernimmt der Support die Änderung. Schreiben Sie möglichst wörtlich hin, welchen Eintrag Sie brauchen. Ein Beispiel: „Bitte TXT-Eintrag für _dmarc.meine-domain.de mit dem Wert v=DMARC1; p=none“.

Die Domain liegt bei einem anderen Anbieter. Dann tragen Sie es dort selbst ein. Die Oberfläche heißt je nach Anbieter DNS-Verwaltung, Domainverwaltung oder Zonenverwaltung. Manche nennen sie schlicht „DNS Einträge“. Zu finden ist sie fast immer im Kundenbereich bei der Domain. Zum Anlegen finden Sie dort meist eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Einträge hinzufügen“.

Für einen neuen Eintrag braucht die Gegenseite immer dieselben Eingaben. Halten Sie diese Angaben bereit, dann muss niemand nachfragen:

Angabe Wo sie steht
Domainname Ihre Domain, vollständig mit Endung
Art des Eintrags TXT, CNAME, MX, A oder AAAA
Name oder Host gibt der Dienst vor, etwa _dmarc oder default._domainkey
Wert gibt der Dienst vor, buchstabengetreu übernehmen
IP-Adresse Fußzeile der Domain in Plesk, falls ein A-Record gemeint ist

Denselben Weg gehen Sie für einen Bestätigungseintrag, mit dem ein Dienst prüft, ob Ihnen die Domain gehört. Auch das ist ein TXT-Eintrag, und auch der wird nicht in Plesk gesetzt.

Versand über einen Smarthost: SPF in der DNS-Zone

An einer Stelle spricht Plesk selbst von SPF. Öffnen Sie E-Mail und die Registerkarte Smarthost, dann steht der Hinweis über dem Formular.

Hinweiskasten in Plesk: Beim Senden über einen Smarthost müssen die SPF- und andere zugehörige DNS-Einträge in der DNS-Zone der Domain manuell aktualisiert werden

Im Wortlaut: „Wenn Sie das Senden von E-Mails über einen Smarthost konfigurieren, müssen Sie die SPF- und andere zugehörige DNS-Einträge in der DNS-Zone der Domain manuell aktualisieren. Dies ist erforderlich, um Verifizierungsfehler bei E-Mails zu vermeiden, die über den Smarthost gesendet werden.“

Damit bestätigt der Hersteller, was dieser Beitrag sagt: Die Einträge werden außerhalb gepflegt, und zwar von Hand. Verschicken Sie stattdessen über Ihr eigenes Postfach, entfällt der Smarthost. Wie das eingerichtet wird, zeigt der Beitrag SMTP-Versand über das eigene Postfach.

Website und Post trennen: den E-Mail-Dienst der Domain umstellen

Was Sie sehr wohl selbst entscheiden: ob diese Domain hier überhaupt Post annimmt. Auf der Seite aus dem Abschnitt zu DKIM stehen drei Möglichkeiten.

Auswahl Bedeutung
Aktiviert voreingestellt; Post wird hier empfangen und gesendet
Für eingehende E-Mails deaktiviert nur Versand, ausschließlich via Sendmail; für Websites, deren Postfächer woanders liegen
Nicht konfiguriert Plesk stellt für diese Domain gar keine Maildienste bereit

Vorsicht bei der dritten Möglichkeit. Plesk schreibt darunter unmissverständlich: „Damit werden die Postfächer der Domain mit allen empfangenen und gesendeten E-Mails dauerhaft entfernt.“ Sichern Sie vorher alles, was Sie behalten wollen.

Ziehen Sie Ihre Post zu einem anderen Anbieter um, gehört immer beides dazu. Zuerst stellen Sie die MX-Einträge im DNS um. Danach setzen Sie hier den Maildienst entsprechend. Machen Sie nur eines von beidem, landen Nachrichten an der falschen Stelle oder nirgends. Diese Umstellung ist deshalb ein Fall für den Support, weil der DNS-Teil ohnehin dort erledigt wird.

Nameserver umstellen zieht alle Einträge auf einmal um

Nameserver und DNS gehören zusammen, die Nameserver stehen aber eine Ebene über den einzelnen Einträgen. Sie legen fest, welcher DNS-Server für Ihre Domain überhaupt Auskunft gibt. Wer sie ändert, tauscht also nicht einen Wert aus, sondern die ganze Zone.

Das hat eine Folge, die leicht unterschätzt wird. Website, Post und jede Subdomain wechseln nämlich gleichzeitig mit. Eine solche Umstellung gehört deshalb geplant und nicht nebenbei erledigt. Auch die eingetragenen Nameserver anpassen können Sie nicht in Plesk, sondern nur beim Anbieter der Domain. Wer von zwei Nameservern auf andere wechselt, verschiebt damit die Zuständigkeit für die ganze Zone. Was dabei im Einzelnen passiert, beschreibt der Beitrag Was passiert bei einem Domainumzug genau?.

Abfrage und Wartezeit: prüfen, ob der Eintrag wirkt

Wer die DNS-Einstellungen ändern lässt, will hinterher wissen, ob es gewirkt hat. In Plesk gibt es dafür kein Werkzeug. Nutzen Sie einen der üblichen DNS-Prüfdienste im Web: Sie geben Ihren Domainnamen ein und sehen, welche TXT-, MX- und A-Einträge veröffentlicht sind.

Eine zweite, sehr praktische Probe kostet nichts. Schicken Sie eine Nachricht an ein Postfach bei einem großen Anbieter und sehen Sie sich dort den Kopf der Nachricht an. Darin steht, ob SPF und DKIM bestanden haben.

Rechnen Sie in beiden Fällen mit einer Wartezeit. Bei DNS-Einträgen kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die neue Auskunft überall angekommen ist. Eine Änderung ist nicht sofort weltweit wirksam, weil jede erneute Abfrage erst nach Ablauf der TTL beim maßgeblichen Nameserver landet. Bis dahin antworten die Server mit dem zwischengespeicherten alten Wert. Wie Sie die Zeit bis dahin überbrücken, zeigt der Beitrag Wartezeit beim Umzug des DNS-Servers.

Ist es ein Nachteil, DNS im Webhosting nicht selbst zu verwalten?

Die Frage hat zwei Seiten, und beide gehören genannt.

Dagegen spricht die Wartezeit. Sie sind für jede Kleinigkeit auf den Support angewiesen, und das dauert länger als ein eigener Klick.

Dafür spricht der Schaden, der ausbleibt. Ein falscher Eintrag legt Website und Post gleichzeitig lahm, und zwar für Stunden, denn falsche Werte werden ebenso zwischengespeichert wie richtige. Schon ein Tippfehler in einem MX-Record kostet deshalb mehr als fast jede andere Fehleingabe in der Verwaltung.

Wenn es mit dem DNS-Eintrag nicht klappt

Vier Fälle kommen im Support regelmäßig vor.

Ein Dienst verlangt einen Eintrag, den Sie nicht zuordnen können

Notieren Sie Art, Name und Wert genau so, wie der Dienst sie anzeigt. Geben Sie das anschließend unverändert weiter. Ändern Sie nichts an der Schreibweise, denn DNS-Werte sind buchstabengetreu. Ein fehlendes Semikolon macht einen SPF-Eintrag unwirksam.

Ihre E-Mails landen im Spam

Fehlende SPF- und DKIM-Einträge sind eine häufige Ursache, jedoch nicht die einzige. Prüfen Sie zusätzlich, ob eine Versandgrenze erreicht wurde, siehe den Beitrag Grenzen für ausgehende E-Mails in Plesk. Geht es dagegen um Post, die bei Ihnen selbst im falschen Ordner landet, hilft der Beitrag zum Spam Filter im Webmail.

Die Änderung ist eingetragen und wirkt trotzdem nicht

Dann liegt es fast immer an der Zwischenspeicherung. Fragen Sie den Wert über einen Prüfdienst ab. Ihr eigener Rechner taugt dafür schlecht, weil er die alte Auskunft oft am längsten festhält.

Das E-Mail-Programm verbindet nicht mehr

Das ist meistens kein DNS-Fall. Die Prüfliste dafür steht im Beitrag Keine Verbindung zum Mailserver.

DNS-Einträge der Domain verwalten: was sonst noch zählt

Halten Sie die Werte fest, die ein Dienst Ihnen vorgibt, am besten als Textdatei. Wiederholt sich die Anfrage nach einem Jahr, ersparen Sie sich die Suche.

Fragen Sie im Zweifel nach, welche Einträge Ihre Domain heute führt. Der Support kann die Zone auslesen, und eine Liste des Ist-Zustands beantwortet viele Fragen schneller als jede Anleitung.


Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 21.09.2026

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