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Datenbankpasswort in Plesk ändern: neues Passwort in drei Schritten
Das neue Passwort ist in zehn Sekunden gesetzt. Der zweite Schritt ist der wichtigere, denn Ihre Website meldet sich mit genau diesen Zugangsdaten an der Datenbank an. Wer das Datenbankpasswort in Plesk ändern will, plant deshalb beides zusammen ein: das neue Passwort und den Eintrag in der Konfigurationsdatei.
Warum das neue Passwort die Website sofort offline nimmt
Ihre Website kennt das alte Passwort. Sie meldet sich mit Benutzername und Passwort an der MySQL-Datenbank an, und beides steht in einer Konfigurationsdatei, bei WordPress in der wp-config.php. Sobald Sie das Passwort in Plesk ändern, passen die beiden nicht mehr zusammen, und die Seite zeigt „Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung“. Sie ist also sofort offline, bis Sie den neuen Wert auch dort eingetragen haben.
Nehmen Sie sich die zehn Minuten am Stück, statt die beiden Schritte auf zwei Termine zu verteilen. Und legen Sie sich vorher zurecht, wie Sie an die Konfigurationsdatei kommen: über den Dateimanager unter Dateien in Plesk oder per FTP.
Schritt 1: Den richtigen Datenbankbenutzer öffnen
Öffnen Sie links Datenbanken und wechseln Sie oben auf die Registerkarte Benutzerverwaltung. Dort stehen alle Datenbankbenutzer mit der Datenbank, zu der sie gehören. Die Aufnahmen stammen aus Plesk Obsidian 18.0, der Fassung auf unseren Servern.
Eine Datenbank kann mehrere Benutzer haben. Im Bild sind es zwei: einer von Hand angelegt, einer vom WordPress-Toolkit bei der Installation erzeugt. Ändern Sie das Passwort des falschen, suchen Sie den Fehler anschließend an der falschen Stelle.
Welchen Benutzer Ihre Website verwendet, steht in ihrer Konfigurationsdatei. Bei WordPress ist es die Zeile DB_USER in der wp-config.php. Öffnen Sie diesen Benutzer mit einem Klick auf seinen Namen.
Schritt 2: Ein neues Passwort setzen
Das Formular zeigt oben den Datenbankserver und den Benutzernamen, darunter die beiden Passwortfelder.
Das Passwortfeld ist leer, und das ist kein Fehler. Es bedeutet nicht, dass kein Passwort gesetzt wäre. Plesk zeigt ein bestehendes Passwort nirgends an. Damit ist auch die Frage beantwortet, wo man es später wiederfindet: gar nicht. Es lässt sich nur neu setzen, legen Sie es deshalb sofort in Ihrem Passwortspeicher ab.
So gehen Sie vor:
Klicken Sie auf Generieren. Plesk setzt ein starkes neues Passwort ein.
Klicken Sie auf Anzeigen und kopieren Sie den Wert sofort.
Der Wert steht automatisch auch in Passwort bestätigen. Wenn Sie ihn abwandeln, tragen Sie ihn dort selbst noch einmal ein.
Klicken Sie auf OK.
Ein altes Passwort brauchen Sie nicht. Das Formular fragt nicht danach. Wer als Administrator Zugang zu Ihrem Plesk hat, kann dieses Passwort also ohne Weiteres ersetzen. Ein Grund mehr, den Zugang zur Verwaltung gut abzusichern.
Schritt 3: Das neue Passwort in die Konfiguration eintragen
Jetzt bekommt Ihre Anwendung denselben Wert. Ohne diese Änderung bleibt sie beim alten Passwort und kommt nicht mehr an ihre Daten.
Bei WordPress öffnen Sie unter Dateien im Ordner httpdocs die Datei wp-config.php und suchen die Zeile mit DB_PASSWORD. Ersetzen Sie den Wert zwischen den Anführungszeichen und speichern Sie.
Bei anderen Systemen heißt die Datei anders, etwa configuration.php bei Joomla oder .env bei Laravel. Der Eintrag heißt dort fast immer ähnlich.
Rufen Sie danach Ihre Website auf. Läuft sie, war es das. In der Liste unter Benutzerverwaltung ändert sich sichtbar nichts, auch das ist normal.
Wo die übrigen Zugangsdaten zur Datenbank stehen
Brauchen Sie neben dem Passwort auch die anderen Angaben, klicken Sie in der Registerkarte Datenbanken in der Zeile Ihrer Datenbank auf Informationen zur Verbindung. Dort stehen Host, Datenbankname und Benutzername beieinander. Das Passwort erscheint auch an dieser Stelle nur als Sternchenreihe. Wie eine Datenbank überhaupt entsteht, steht im Beitrag MySQL-Datenbank in Plesk anlegen.
Was die Änderung für phpMyAdmin bedeutet
Ist im Formular eine bestimmte Datenbank gewählt, erscheint darunter das Kästchen Standardmäßig die Benutzerzugangsdaten für den Zugriff auf phpMyAdmin verwenden. Ist es aktiviert, gilt das neue Passwort auch dort: Sie öffnen phpMyAdmin über die Schaltfläche in der Zeile Ihrer Datenbank und melden sich mit denselben Zugangsdaten an. Wundern Sie sich also nicht, wenn ein gespeicherter Zugang im Browser nach der Änderung nicht mehr passt.
Wann Sie das Datenbankpasswort in Plesk ändern sollten
Drei Anlässe sprechen dafür:
Nach einem Verdacht, etwa wenn eine Sicherheitslücke in einem Plugin bekannt wurde oder unbekannte Einträge in der Datenbank auftauchen.
Wenn eine Agentur oder ein Dienstleister es kannte und nicht mehr für Sie arbeitet.
Wenn es in einer Datei stand, die öffentlich erreichbar war, etwa in einer Sicherung im Webverzeichnis.
Ein regelmäßiger Wechsel ohne Anlass bringt dagegen wenig. Das Passwort steht ohnehin im Klartext in einer Datei auf demselben Server.
„Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung“ ist erwartbar, solange Schritt 3 fehlt. Ist er eingetragen und die Meldung bleibt, prüfen Sie die Konfigurationsdatei auf Tippfehler, besonders auf ein Leerzeichen vor oder hinter dem Passwort. Zeigt die Seite stattdessen gar nichts oder einen Serverfehler, hilft der Beitrag HTTP 500 interner Serverfehler beheben beim Blick ins Protokoll.
#Das neue Passwort ist weg, bevor es eingetragen war
Setzen Sie es einfach neu. Es gibt keine Sperre und keine Wartezeit, ein bestehendes Passwort lässt sich beliebig oft ersetzen.
Wenn die Website läuft, aber ein anderes Werkzeug plötzlich nicht mehr, war es der zweite Benutzer an derselben Datenbank. Setzen Sie auch dort ein neues Passwort und tragen Sie es in dessen Konfiguration nach.
#Der Benutzer gehört gar nicht zu dieser Datenbank
Im Formular gibt es das Feld Datenbank. Dort kann eine bestimmte Datenbank stehen oder Beliebig. Passt der Eintrag nicht zu der Datenbank, die Ihre Website benutzt, klappt die Anmeldung auch mit richtigem Passwort nicht.
Was Sie sonst noch wissen sollten
Der Benutzername ist änderbar. Anders als beim Plesk-Konto ist das hier ein gewöhnliches Eingabefeld. Wenn Sie ihn ändern, gilt dasselbe wie beim Passwort. Er muss in die Konfiguration nachgetragen werden.
Unter Rolle steht, was der Benutzer in der Datenbank darf. Der Verweis Berechtigungen ausblenden klappt die einzelnen Rechte auf, das Bild zeigt die ersten drei einer längeren Liste.
Zur Auswahl stehen Lesen und schreiben, Nur lesen, Nur schreiben und Benutzerdefiniert. Ein Content-Management-System braucht Lesen und schreiben, sonst kann es keine Beiträge speichern. Stellen Sie das nicht um, weil es sicherer klingt, die Seite hört sonst auf zu funktionieren.
Wir empfehlen eine Sicherung vorweg, wenn Sie unsicher sind. Ein Abbild der Datenbank ist in Sekunden erzeugt und kostet Sie nichts außer einem Klick.
Verfasst von Support Hosterplus, zuletzt aktualisiert am 15.08.2026
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