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MySQL Datenbank in Plesk anlegen, samt Benutzer und Präfix
Fast jedes Content-Management-System und jeder Shop braucht eine Datenbank. Eine MySQL Datenbank in Plesk anlegen dauert keine zwei Minuten: Sie füllen ein Fenster aus, und der passende Datenbankbenutzer entsteht im selben Zug. Dieser Beitrag zeigt jeden Schritt, erklärt das Präfix vor dem Datenbanknamen und nennt am Ende die Angaben, die Ihre Anwendung von Ihnen wissen will.
Das Video zeigt den Ablauf im Stand von 2015. Was sich seitdem geändert hat, steht direkt darunter.
Wichtig zum Video: Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2015 und zeigt eine ältere Plesk-Oberfläche. Der Weg führt heute über den Eintrag Datenbanken in der Seitenleiste statt über eine Schaltfläche in der Domainübersicht, die Verwaltungsoberfläche heißt phpMyAdmin und nicht mehr Webadmin, und die Datenbank wird mit Datenbank erstellen angelegt, nicht mit OK. Folgen Sie deshalb der bebilderten Anleitung darunter, sie zeigt die aktuelle Oberfläche.
Datenbank und Datenbankbenutzer
Zwei Dinge gehören zusammen, und sie werden gern verwechselt. Die Datenbank ist der Behälter für die Daten, sie hat einen Namen. Der Datenbankbenutzer ist der Zugang dazu, mit Benutzername und Passwort.
Eine Datenbank ohne Benutzer nützt niemandem: Ohne Zugang kann keine Anwendung darauf zugreifen. Plesk sagt das im Formular selbst: „Sollten dieser Datenbank keine Datenbankbenutzer zugewiesen sein, kann nicht darauf zugegriffen werden.“ Deshalb legen Sie beides in einem Rutsch an.
Bevor Sie eine MySQL Datenbank in Plesk anlegen
Sie brauchen die Zugangsdaten für Plesk und eine freie Datenbank in Ihrem Tarif. In jedem Webhosting-Paket ist eine bestimmte Zahl davon enthalten, beim Hosting einer einzelnen Website reicht meist eine. Wie viele Ihr Paket enthält und wie viele davon schon belegt sind, steht unter Konto in der Registerkarte Ressourcen in der Zeile Datenbanken, im Format „genutzt von insgesamt“. Den Weg in die Verwaltung zeigt der Beitrag Wie melde ich mich bei Plesk an.
Schritt 1: Den Bereich Datenbanken öffnen
Melden Sie sich in Plesk an und klicken Sie links in der Seitenleiste auf Datenbanken. Solange noch keine besteht, steht dort „Keine Elemente vorhanden“.
Klicken Sie dann auf Datenbank hinzufügen. Daneben liegt die Registerkarte Benutzerverwaltung, dort stehen später alle Datenbankbenutzer beieinander.
Schritt 2: Den Datenbanknamen vergeben
Es öffnet sich das Fenster Datenbank hinzufügen. Im Feld Datenbankname steht schon etwas: ein Vorsatz mit Unterstrich.
Dieser Vorsatz ist kein Fehler und keine Vorbelegung, die Sie löschen sollen. Auf dem Server liegen die Datenbanken aller Kunden nebeneinander, und das Präfix sorgt dafür, dass sich zwei Namen nie in die Quere kommen. Es ist Pflicht und wird aus Ihrem Systembenutzernamen gebildet.
Schreiben Sie Ihren Wunschnamen deshalb einfach dahinter, etwa shop oder wordpress. Nehmen Sie Kleinbuchstaben, Ziffern und den Unterstrich, keine Leerzeichen und keine Umlaute.
Merken Sie sich den vollständigen Namen mitsamt Präfix. Genau der gehört später in die Konfiguration Ihrer Anwendung. Ein vergessenes Präfix ist die häufigste Ursache dafür, dass eine frisch installierte Software keine Verbindung bekommt.
Darunter stehen zwei weitere Angaben. Der Datenbankserver ist fest vorgegeben und lautet localhost:3306, dahinter die verwendete MariaDB-Version. Zugehörige Website ordnet die Datenbank einer Ihrer Websites zu und darf leer bleiben. Diese Zuordnung ist nur eine Beschriftung für Ihre Übersicht, sie schaltet nichts frei und sperrt nichts.
Schritt 3: Den Benutzer anlegen
Weiter unten im selben Fenster steht der Abschnitt Benutzer. Das Häkchen Datenbankbenutzer erstellen ist bereits gesetzt, und das soll auch so bleiben.
Tragen Sie zunächst einen Datenbankbenutzernamen ein. Er ist unabhängig vom Datenbanknamen und braucht kein Präfix.
Beim Passwort klicken Sie auf Erstellen, dann setzt Plesk eine starke Zeichenfolge ein. Über das Augensymbol machen Sie es sichtbar, über das Symbol daneben kopieren Sie es. Legen Sie es sofort ab, zum Beispiel in Ihrem Passwortspeicher. Sie brauchen es gleich für die Konfiguration, und ein vergessenes lässt sich nur ersetzen, nicht wieder anzeigen.
Das Häkchen Der Benutzer hat Zugriff auf alle Datenbanken innerhalb des ausgewählten Abonnements lassen Sie aus. Ein Benutzer, der nur seine eine Datenbank sieht, richtet im Fall der Fälle auch nur dort Schaden an.
Klicken Sie danach unten auf Datenbank erstellen. Über Abbrechen kommen Sie ohne Änderung wieder heraus.
Schritt 4: Der Website zuordnen
Die neue Datenbank steht jetzt in der Liste. In der Spalte Verknüpft mit steht der Verweis Diese Datenbank einer Website zuweisen.
Klicken Sie ihn an, wählen Sie anschließend die Website aus und bestätigen Sie mit dem Haken Speichern. Über das Kreuz daneben verwerfen Sie die Änderung. Klappen Sie die Zeile auf, sehen Sie in der Fußzeile Host, Benutzer, Tabellen und Größe, dazu die Werkzeuge phpMyAdmin, Informationen zur Verbindung, Abbild exportieren, Abbild importieren, Datenbank kopieren und Überprüfen und reparieren.
Die Angaben für Ihre Anwendung
Fragt Ihre Software nach den Zugangsdaten zur Datenbank, klicken Sie auf Informationen zur Verbindung. Dort stehen alle Angaben beieinander, jede mit einem Kopiersymbol daneben.
Host oder Server: localhost
Port:3306, der Standard, den Sie meistens gar nicht angeben müssen
Datenbankname: mit Präfix, genau wie in Schritt 2 vergeben
Benutzername und Passwort aus Schritt 3
localhost bedeutet: Der Datenbankserver läuft auf demselben Rechner wie Ihre Website. Deshalb ist er von außen nicht erreichbar, und deshalb steht dort kein Servername wie db.ihre-domain.de. Das Passwort allerdings zeigt Plesk an dieser Stelle nicht mehr an, es steht als Sternchenreihe da.
Eine SQL-Datei importieren
Bringen Sie Daten von einem anderen Anbieter mit, spielen Sie diese über Abbild importieren in der Zeile der Datenbank ein. Der umgekehrte Weg heißt Abbild exportieren und legt eine Sicherung an.
Den Inhalt sehen und bearbeiten Sie über phpMyAdmin. Links stehen dort Ihre Datenbanken, nach der Auswahl arbeiten Sie mit den Tabellen. Außerdem geht der Import einer .sql-Datei hierüber, über die Registerkarte Importieren. Achten Sie dabei auf die Zeichenkodierung utf-8, sonst landen Umlaute und Sonderzeichen falsch in den Tabellen.
Dann ist Ihr Kontingent erschöpft. Die Schaltfläche fehlt in diesem Fall vollständig, sie ist nicht nur ausgegraut, und der direkte Aufruf der Adresse antwortet mit „Zugriff verweigert“. Sehen Sie unter Konto in der Registerkarte Ressourcen nach, wie viele Datenbanken Ihr Paket vorsieht.
#Ihre Anwendung meldet, dass die Datenbank nicht existiert
Prüfen Sie, ob Sie das Präfix mitgeschrieben haben. Der Name ohne Vorsatz und der Name mit Vorsatz sind zwei verschiedene Namen, und nur der zweite existiert.
Dann stimmen Benutzername oder Passwort nicht, oder dem Benutzer fehlt der Zugriff auf genau diese Datenbank. Beides sehen Sie unter Benutzerverwaltung.
Dann hilft nur ein neues, denn anzeigen lässt es sich nicht mehr. Öffnen Sie den Benutzer unter Benutzerverwaltung und vergeben Sie ein neues Passwort. Tragen Sie es danach auch in der Konfiguration Ihrer Anwendung nach, sonst bricht deren Verbindung ab.
Mehrere Anwendungen können sich eine teilen, sie unterscheiden ihre Tabellen dann über einen eigenen Tabellenvorsatz. Sauberer getrennt sind sie jedoch in eigenen Datenbanken, und beim Sichern und Zurückspielen macht das einen spürbaren Unterschied.
#Ein weiterer Benutzer für eine bestehende Datenbank
Den legen Sie über die Registerkarte Benutzerverwaltung und Datenbankbenutzer hinzufügen an. Dort wählen Sie unter Datenbank entweder eine bestimmte oder Beliebig und vergeben Benutzernamen und Passwort.
Ein Abbild ist schnell gezogen, und ein geplantes Backup richten Sie im Beitrag Geplantes Backup in Plesk ein. Wer gerade eine Anwendung installiert, findet den Weg dorthin im Beitrag WordPress in Plesk installieren: Dabei legt Plesk die Datenbank sogar selbst an.
Verfasst von Support HosterPlus, zuletzt aktualisiert am 13.08.2026
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