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Zwei Plesk-Zugänge gleichzeitig verwalten: Login und Kundenkonten

Sie betreuen zwei Webhosting-Pakete und möchten in der Oberfläche zur Verwaltung beide offen haben. Oder Sie arbeiten für einen Kunden und wollen nebenbei in Ihr eigenes Paket sehen. In einem gewöhnlichen Browserfenster lassen sich zwei Plesk-Zugänge gleichzeitig aber nicht nutzen, und dafür gibt es einen einfachen Grund.

Die kurze Antwort: Die Anmeldung gilt für den ganzen Browser, nicht für ein einzelnes Fenster. Wer sich mit einem zweiten Zugang anmeldet, ersetzt damit den ersten. Zwei Wege führen drumherum: ein privates Fenster oder ein zweiter Browser. Wer dauerhaft mehrere Pakete betreut, fährt mit einem eigenen Zugang je Person besser.

Inhaltsverzeichnis

Warum zwei Plesk-Zugänge gleichzeitig nicht funktionieren

Wenn Sie sich in Plesk Obsidian anmelden, merkt sich der Browser diesen Login. Die Authentifizierung hängt dabei an einem Cookie, und dieses Cookie gehört dem Browser als Programm, nicht einem einzelnen Fenster. Jede Registerkarte und jedes weitere Fenster greifen deshalb auf dieselbe Sitzung zu. Das gilt unter Windows wie unter macOS, es ist eine Eigenschaft des Browsers.

Die Benutzeroberfläche zeigt immer nur einen Zugang

Melden Sie sich also mit einem zweiten Benutzernamen an, ersetzt dieser Login den ersten. Danach arbeiten Sie im ersten Fenster unbemerkt mit dem zweiten Zugang weiter, oder Sie fliegen heraus. Beides ist unangenehm, wenn Sie gerade etwas ändern.

Dasselbe gilt schon für den bloßen Aufruf der Anmeldeseite. Wer sie in einem zweiten Fenster öffnet, beendet damit die laufende Sitzung. Eingeben muss man dort dafür nicht einmal etwas.

Zwei Wege, um beide Zugänge zu verwalten

Beide Wege nutzen dieselbe Eigenschaft: Getrennte Sitzungen brauchen getrennte Umgebungen. In beiden können Sie danach auf zwei Pakete zugreifen und deren Domains verwalten. Auch im Webspace beider Pakete lässt sich so arbeiten, ohne dass sich die Anmeldungen ins Gehege kommen.

Weg Vorteil Nachteil
privates Fenster sofort verfügbar, kein zweites Programm beim Schließen ist die Anmeldung weg
zweiter Browser bleibt bestehen, auch nach einer Pause zwei Programme offen

Ein privates Fenster führt eine eigene Sitzung. Sie können im gewöhnlichen Fenster mit dem einen Zugang arbeiten und im privaten mit dem anderen. Ein zweiter Browser, also etwa Firefox neben Chrome, trennt die Sitzungen ohnehin, weil es zwei verschiedene Programme sind.

Mehr als zwei nebeneinander werden unübersichtlich. Spätestens dann lohnt der Blick auf die beiden nächsten Abschnitte.

Der bessere Weg: das Abonnement wechseln statt den Browser

Jedes Paket ist in Plesk ein Abonnement. In der Kopfleiste der Benutzeroberfläche steht neben dem Kontonamen deshalb eine Auswahl Alle Abonnements. Wer mehrere Pakete unter demselben Konto hat, wechselt dort zwischen ihnen, ohne sich abzumelden und neu anzumelden.

Damit erledigt sich die Frage nach zwei Zugängen von selbst. Es ist dann nur noch einer, und er erreicht alles. Sie wechseln das Abonnement, statt den Browser zu wechseln. Domains, Subdomains, E-Mail-Konten und Dateien beider Pakete lassen sich so zentral verwalten, ohne die Sitzung zu verlieren. Jedes Abonnement führt dabei weiterhin seine eigene Speicherplatzbelegung, seinen Traffic-Verbrauch und seine Webstatistiken. Der Ressourcenverbrauch läuft also nicht zusammen, nur die Bedienung. Ob sich Ihr Hosting auf diese Weise bündeln lässt, hängt davon ab, wie die Pakete angelegt wurden. Fragen Sie im Zweifel beim Support nach, das ist schneller als jeder Umweg über zwei Browser.

Wer als Reseller Kunden verwalten muss, kennt das ohnehin als Normalfall: ein Zugang, darunter die Kundenkonten und deren Domains. In der Auswahl wechseln Sie zwischen ihnen, und jede Domain bleibt dort, wo sie hingehört. Für die Kundenverwaltung ist das der einzige Weg, der auf Dauer trägt, sobald Kunden und Webseiten mehr als eine Handvoll werden.

Zusätzliche Benutzerkonten statt fremder Zugangsdaten

Wer sich für einen Kunden in Plesk anmelden muss, sollte nicht dessen Zugangsdaten benutzen. Plesk kann dafür zusätzliche Benutzer anlegen und verwalten, jeden mit einem eigenen Benutzernamen, einem eigenen Passwort und einer Berechtigung, die zu seiner Aufgabe passt. Administrative Rechte muss dabei niemand bekommen, der sie nicht braucht.

Wenn mehrere Personen an einem Paket arbeiten

Dann ist ein Benutzerkonto je Person der saubere Weg. Jeder meldet sich mit seinem eigenen Plesk-Konto an, und die Administration des Pakets bleibt in einer Hand.

Kostet ein zweiter Benutzer zusätzlichen Speicherplatz?

Nein. Zusätzliche Benutzer teilen sich den Speicherplatz des Pakets, sie bekommen keinen eigenen. Der Umfang des Benutzerkontos beschränkt sich auf einen eigenen Zugang mit eigenen Rechten. Damit betreut jemand etwa ein E-Mail-Postfach oder arbeitet mit Postfächern und Dateien.

Das hat drei Vorteile, und alle drei zeigen sich erst später:

  • Der Zugang lässt sich einzeln entfernen, wenn die Zusammenarbeit endet, und das Passwort des Kunden bleibt unangetastet.
  • Es bleibt nachvollziehbar, wer was gesehen und geändert hat.
  • Jeder sieht nur, was er sehen soll. Er sieht also nur, was zu seiner Aufgabe gehört, statt das ganze Paket in Plesk zu verwalten.

Wie sich das anlegen lässt und welche Rollen es dafür gibt, steht in einer eigenen Anleitung.

Wenn Sie plötzlich auf das falsche Paket zugreifen

Vier Fehlerbilder kommen dabei am häufigsten vor.

Sie sehen plötzlich eine fremde Domain

Dann arbeiten beide Fenster in Plesk mit derselben Sitzung, nämlich der zuletzt angemeldeten. Schließen Sie eines der beiden und öffnen Sie stattdessen ein privates Fenster.

Sie fliegen ständig heraus

Typisch, wenn zwei Anmeldungen im selben Browser gegeneinander arbeiten. Prüfen Sie, ob irgendwo noch eine Registerkarte mit dem anderen Zugang offen ist.

Im privaten Fenster klappt etwas nicht

Manche Browser behandeln Cookies dort strenger, und ohne Cookies kommt keine Anmeldung zustande. Nehmen Sie in diesem Fall den zweiten Browser.

Sie verwechseln die Zugänge

Legen Sie sich eine feste Ordnung zurecht, etwa immer denselben Browser für denselben Kunden. Das klingt banal und verhindert die meisten Verwechslungen.

Was davon nicht betroffen ist

Die Sperre gilt nur für die Verwaltung im Browser. Drei Dinge laufen unabhängig davon weiter.

Für FTP-Programme gilt das nicht

Ein FTP-Programm baut seine eigene Verbindung auf und weiß vom Browser nichts. Dasselbe gilt für eine SSH-Verbindung, wo sie zum Paket gehört. Sie können also gleichzeitig zwei FTP-Konten verschiedener Pakete offen haben und in beiden auf ein Verzeichnis zugreifen, während in Plesk nur ein Zugang angemeldet ist.

WordPress, Joomla und Plesk sind getrennte Anmeldungen

Auch die Anmeldung in WordPress oder Joomla ist eine eigene Sitzung. Sie liegt unter der Adresse Ihrer Website, nicht unter der der Verwaltung, und stört sich deshalb nicht an Plesk. Wer in Plesk angemeldet ist, bleibt es also, während er im selben Browser eine Anwendung auf seiner Website bedient. Für Webanwendungen gilt dieselbe Regel wie für Plesk: Die Sitzung hängt an der Adresse, unter der Sie sich angemeldet haben.

Von Erweiterungen für getrennte Sitzungen raten wir ab

Für manche Browser gibt es eine Erweiterung, die jede Registerkarte in eine eigene Sitzung sperrt. In anderen Browsern heißen solche Zusätze Add-ons. Technisch löst das die Aufgabe. Eine solche Erweiterung sieht aber alles, was Sie eingeben, und damit auch Ihr Passwort. Für ein Control Panel wie Plesk, in dem Domains, Postfächer und Datenbanken hängen, ist uns das zu viel Vertrauen für zu wenig Bequemlichkeit.

Die Anmeldung bei Plesk sauber wechseln

Melden Sie sich ab, wenn Sie den Zugang wechseln. Das ist der einfachste Weg und erspart die halbe Liste oben.

Und arbeiten Sie nie dauerhaft mit fremden Zugangsdaten, wenn ein eigener Benutzer möglich ist. Ein geteiltes Passwort lässt sich nicht zurücknehmen, ohne es für alle zu ändern, und niemand kann hinterher sagen, wer was getan hat.

Weitere Anleitungen


Verfasst von Support HosterPlus, eingetragen am 22.08.2026

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